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Longen- und Springtraining mit Volti

Nachdem wir mit Esra fertig waren und Hr Schmidt noch in Erfurt auf der Messe war, haben wir uns den widerspenstigen Volti genommen und ihn longiert, da dies immer etwas schwieriger war und deshalb als nötiges Training gilt!

Wir haben ihm auch noch einige kleine Schwierigkeiten gebaut, die Volti aber locker übersprung oder auch mal ignorierte ;-)

Alles in Allem war der Tag sehr erfolgreich!

Mäuschen spielen beim Dt. Longierabzeichen Kl. IV

Am vergangenen Wochenende fand bei Martina Sell der Prüfungs-Vorbereitungskurs zum Deutschen Longierabzeichen Kl. IV statt. Da ich das Abzeichen langfristig auch ablegen möchte, durfte ich dem Training beiwohnen. Hierfür noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Der Workshop, der von Martina Sell in Zusammenarbeit mit Conny Lübke durchgeführt wurde, fand vom 11.10. bis 13.10. in Schiphorst statt. In den Unterrichtseinheiten wurden Theorie und Praxis sehr anschaulich und ansprechend vermittelt.

Auch wenn ich persönlich das Abzeichen als etwas “verstaubt” erachte, war es doch interessant, einen Einblick in die Welt des klassischen Longierens zu erhalten. Da ich persönlich sehr wenig bis kaum longiert habe, aber regelmäßig die Updates von Babette Teschen zu ihrem Longenkurs verfolge, war ich von den starken Reglementierungen sehr erstaunt. So müssen laut Prüfungsvorschrift im Praxisteil u.a. folgende Punkte strikt eingehalten werden:

  • Der Longierende muss aufrecht stehen und die Arme im rechten Winkel auf gleicher Höhe parallel in einem Dreieck mit dem Pferd mitführen.
  • Idealerweise bewegt sich der Longierende nicht vom Fleck (der innere Fuß bleibt an einer Stelle stehen, während der äußere Fuß im Kreis tritt).
  • In der Longe darf keine einzige Welle oder Drehung sein.
  • Die Longe muss auf eine spezielle Art aufgenommen werden, damit sie sich von selbst abwickelt.
  • Die Peitsche wird immer unter dem linken Arm verwahrt (auch beim Wechseln der Ausbinder).
  • Ein Seitenwechsel erfolgt über eine bestimmte Wendung der Vorderhand (das Pferd bleibt auf dem Zirkel stehen).


Wie auch immer die Prüfungsvorschriften sein mögen - ich habe am Wochenende mal wieder einiges gelernt :-)


Hier ein paar visuelle Eindrücke vom Wochend-Kurs.

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Martina erklärt den Teilnehmern wie eine Peitsche im Detail auszusehen hat.

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Die ersten Versuche der Teilnehmenden den Schlag mit der “Peitschenhand” zu fangen. Gar nicht so leicht!


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Das richtige Auf- und Abnehmen der Longe wird zuerst ohne Pferd geübt.

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So sieht eine perfekt aufgenomme Longe für das Longieren auf der linken Hand aus.

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Trocken-Übungen: Touchieren eines Punktes an der Bande mit dem Schlag.

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Auch richtiges Bandagieren will geübt sein.

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Martina demonstriert an Fancy, wie prüfungskonform longiert wird.

Tag 3 Freitag

Heut fingen wir wieder morgens um 3 an mit der Arbeit.

Ich hab 4 Pferde geritten und mich wie ein blutiger Anfänger gefühlt.
Ich schaff es nicht mal auf einer Linie zu reiten, das ist ja sooo deprimieren!
Naja jetzt arbeite ich erstmal an meinem Sitz und der doch etwas unruhigen Hand.
Wahnsinn, wieviel man hier in so kurzer zeit lernt!
Mein “spezialprojekt” ist die Stute Luna. Ein Dickkopf ohne Worte. Sie war schon mal zum Training hier und ist dann zu den Besitzern zurück gegangen. Die kommen mit ihr nun nicht mehr klar und wir, also ich soll das in 1 Monat richten und sie zu einem soliden Reitpferd zurück bringen.
Schön, dass sie einem beim longieren bei jeder Gelegenheit den Arsch zudreht und sobald wir einen weg einschlagen. Z.b. Zum Waschplatz bleibt der Esel einfach stehen und ist nicht von der Stelle zubekommen.
Moccas Dickschädel IST ein Witz dagegen. Na ich bin gespannt wo das noch hinführt.
Gleich geht’s erstmal zur 2. tagesschicht, einpflechten, füttern, tränken, das übliche eben.

Erfriert mir nicht im kalten Deutschland! Ich sitz bei offener autotür und schwitz mir bei 37 grad den Arsch ab.
Herrlich ☀️☀️☀️

anonymous said:

Endlich jemand der sich mit Pferden auskennt juhuu. ich hab da ne frage: der besitzer von meinem pp hat jetzt nen kappzaum gekauft & ich hab keine Ahnung wie man das macht. in google erklären die das nicht richtig. Macht man das mit gurt & ausbinder?

Also mit dem Kappzaum longiert es sich eigentlich am Allerbesten. Es wird wie eine ganz normale Trense aufgelegt. Zuerst musst du den Ganaschenriemen festmachen, der sollte auch wirklich fest sein, damit nichts verrutscht, weil es sonst zum Auge hochrutschen könnte. Du musst auch schauen dass die Ohren nicht eingeklemmt werden aber das weißt du sicherlich. Es ist wichtig, den Kinnriemen als letztes zuzumachen, damit nicht soviel Druck vorne entsteht. So zumachen, dass 2 Finger noch Platz haben. Du kannst dein Pferd mit Ausbinder longieren (dann brauchst du logischerweise auch den Longiergurt) aber auch ohne. Ich mache es wirklich nur mit dem Kappzaum, weil sich meiner da viel besser strecken kann aber das ist dir überlassen. Ja dann einfach noch die Longe in den oberen Ring in der Mitte einschnallen und langsam mit Schritt anfangen vorallem am Anfang wenn das Pferd sich noch dran gewöhnen muss. Ich hoffe, ich konnte dir nen bisschen weiterhelfen :)

Workshop "Bodenarbeit an der Longe" bei Melanie Pommerenke

Bei Melanie Pommerenke Westerntraining nehme ich seit Februar 2013 einmal pro Woche Unterricht. Melanie ist seit Sommer 2012 EWU und DOSB lizenzierte C-Trainerin Westernreiten und unterrichtet insbesondere auf ihren beiden Paint Horse Stuten Chayenne und Sunny. In regelmäßigen Abständen bietet sie zudem Workshops zu bestimmten Themen an (z.B. Trail, Sitzschulung oder Körpersprache). Ich schätze das Training bei ihr sehr, weil sie immer ruhig, aber bestimmt, die entsprechenden Inhalte vermittelt.

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Letzten Freitag stand das Thema “Bodenarbeit an der Longe” auf dem Stundenplan. Während einer kurzen Einführung erklärte Melanie uns, wie mit Longe und Peitsche sachgemäß umzugehen ist und welche Arten von Ausbindern es gibt. Nach einer Demonstration ging es dann auch schon los und wir durften selbst Hand anlegen. Insbesondere die Wechsel der Gangarten forderten meine ganze Aufmerksamkeit: Peitsche runter oder hoch, Parade geben und dann Stimmhilfe. Auch hatte ich Schwierigkeiten die Arme eng am Körper zu halten und die Peitsche immer auf Höhe des Sprungelenks mitzuführen. Nachdem wir das Prinzip grundsätzlich beherrschten, übten wir mit Longe und Pferd quer durch die Halle zu laufen. Als auch das klappte, baute Melanie einen Parcours auf. Die verschiedenen Hindernisse sollten in unterschiedlichen Gangarten überwunden werden - so gab es u.a. Schritt-Stangen, eine Gasse zum durch Traben und zwei Tore, um die herum galoppiert werden sollte. Gar nicht so einfach mit dem Pferd mitzulaufen, die Hindernisse zu taxieren und dann auch noch an die Gangartwechsel zu denken ;-) Zum Abschluss erklärte Melanie uns noch etwas zu den Gebissen, die beim Longieren eingesetzt werden.

Der Workshop hat mir super viel Freude bereitet, auch wenn ich nicht immer eine gute Figur gemacht habe ;-) Besonders gefallen hat mir, dass man sich bei der Arbeit an der Longe nicht immer im Kreis drehen muss. Ich bin sicher, dass ich diese “Spiele an der Longe” noch oft einsetzen werde!

Wer sich übrigens für Unterricht oder Workshops bei Melanie interessiert, kann auch einfach Fan ihrer Facebookseite werden und so auf dem Laufenden bleiben ;-)

anonymous said:

Hier stand mal dass du ein Pflegepferd so in der Art hast. Ich überlege auch mir so was zu suchen aber was macht man denn da alles mit dem Pferd bzw lohnt sich das oder sollte ich lieber nur im Unterricht gehen? & wieviel kostet sowas? Liebe an dich♥

Ja ich hab eine Reitbeteiligung, die ich aber am Anfang garnicht haben wollte. Ich hab sie nur von meiner Schwester übernommen und war auch nicht wirklich glücklich damit. Wenn du eine Reitbeteiligung bzw. ein Pflegepferd hast, machst du eigentlich all das was der Besitzer auch macht, das kommt aber immer auf den Besitzer an. Du kommst halt an den Tagen, die du mit dem Besitzer abgeklärt hast, zum Stall und kümmerst dich um das Pferd. Sprich: Du darfst es Reiten, Longieren, mit ihm Spazieren gehen und Ausreiten, Putzen und und und. Ich kann dir nicht wirklich sagen ob dus machen sollst oder nicht aber bei mir ging da vieles ziemlich schief. Der Besitzer von meinem Pferd kann nicht reiten, so bleibt sehr viel an mir hängen. Das Pferd hat Mauke, Rückenprobleme und lahmt seit Wochen und ich acker mich eigentlich nurnoch ab und meine Nerven liegen nach den 2 Jahren wo ich ihn jetzt habe echt blank. Ich will dir wirklich keine Angst machen aber da hat man soviel Verantwortung, dass das einem manchmal echt zuviel wird. So ist das bei mir zumindest, aber das ist immer verschieden. Ich zahle für 1x Woche monatlich 30€ und für Reitstunden 1x die Woche monatlich 65€. Ich bin aber eigentlich öfter am Stall das muss ich gott sei Dank nicht zahlen, da habe ich sehr Glück, andere verlangen meistens um sehr viel mehr. Ich würde es mir gut überlegen und hoffe, dass ich dir ein bisschen weiter helfen konnte. Liebe an dich zurück.

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