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Die Kaffeepflanze

Sie kann – sofern sie nicht durch Stutzen der Äste in Strauchhöhe gehalten wird – bis zu 10 Meter hoch werden. Je nach Anbaugebiet wird die Kaffepflanze ein- oder mehrstämmig kultiviert und trägt nach drei bis vier Jahren das erste Mal Früchte. Wenn nach 20 Jahren der Ertrag zurück geht wird sie durch einen neuen Setzling ersetzt oder der Hauptstamm zur Bildung von ertragreichen Nebenstämmen gebracht. Vermehrt wird die Pflanze durch Aussaat oder Vorzucht von Stecklingen. In den tropischen Breiten ist die Kaffeepflanze keinen Jahreszeitenwechseln ausgesetzt, die Entwicklung und Anzahl ihrer Blüten hängt hier vielmehr von der Häufigkeit der Regenfälle ab.  In einigen Anbaugebieten bedeutet dies, dass es eine Haupt- und eine Nebenernte gibt.

Darstellung - Coffea Arabica

Nach der Befruchtung – abhängig von der Art durch Selbst- oder Fremdbestäubung – wächst aus den Fruchtknoten der weißen Blüten eine an einem kurzen Stiel hängende grüne Steinfrucht. Dies ist die Kaffeekirsche, in deren Inneren sich zwei, mit ihren flachen Seiten aneinander liegende Kaffeebohnen entwickeln. Bildet sich in der Kirsche nur eine Bohne, besitzt sie eine rundlichere Form und wird als Perlbohne bezeichnet. Die Kirsche erreicht nach sechs bis zwölf Wochen eine Größe von ca. 15 mm, je nach Region braucht sie dann weitere sechs bis elf Monate um zu Reifen. Sie ändert dabei ihre Färbung von Grün über Gelb bis je nach Art zu einem tiefen Rot oder satten Gelb. In einem Zeitfenster von ein bis zwei Wochen kann man sie nun ernten, sonst fängt sie an zu gären und wird zu „Stinkerbohne“ die schwarzbraun zu Boden fällt.

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