geiseln

MT Polar frei, 1 Geisel tot

Nach fast 10 Monaten in der Gewalt von Piraten, wurde gestern der Produkttanker MT Polar (Foto) vor Somalia freigelassen. Im Laufe der Geiselhaft war schon im November eines der 24 gekidnappten Besatzungsmitglieder an einem Herzinfarkt gestorben.

Die griechische Reederei des Schiffes, Paradise Navigation SA, machte keine Angaben zur Höhe eines eventuell gezahlten Lösegeldes. Das Schiff sei nun auf dem Weg in einen sicheren Hafen. Die 23 überlebenden Besatzungsmitglieder seien wohlauf.

In einer Erklärung zeigte sich die Firma enttäuscht über die mangelhafte Effizienz der internationalen Gemeinschaft bei der Bekämpfung der Piraterie und klagte darüber, dass man sie bei den Verhandlungen mit den Gangstern völlig allein gelassen habe:

“Owners and managers find it unacceptable that they were virtually left unaided to deal with these criminal acts on the high seas. It is a sad indictment of the international initiatives currently in place that they have proved ineffective in stopping piracy.”

  • Berichte zur Entführung am 30. Oktober 2010: hier.
  • Mehr zur Freilassung des Schiffes.
Der Satz, ich sei mir der folgenden Seiten nicht sicher, sagt viel zu wenig: es sind seltsame Texte, forciert und unbeholfen. Es handelt sich nicht um zuverlässige Aussagen.
Es gibt eine Schöpfungsaugenblick, wo es ist, als würde man über den Haufen geworfen von dem Schlaghagel, mit dem wir von unserem Gegenstand überschüttet werden. Man kann reagieren, indem man unbeherrscht zurückschlägt (viele Schläge gehen daneben oder ins Leere). Beinahe so, wie ein Baum auf den Wind reagiert. Nehmen die Blätter den Wind bloß wahr, oder geben sie ihm Antwort? Man urteile selbst (wenn man Lust dazu hat).
Dies mag auf jeden beliebigen Gegenstand zutreffen, es trifft erst recht auf solche zu, die von Natur aus so stark auf die Empfindung wirken, daß sie diese gleich in der ersten Runde groggy schlagen: auf Gegenstände, die allzu bezaubernd oder allzu gräßlich sind.
Angenommen aber, das Gräßliche selbst wäre der Gegenstand …
Nun, es geht bloß darum, auf den Beinen zu bleiben, den Kampf um jeden Preis durchzustehen und erst nachher, nach dem Gongschlag, zu Boden zu gehen.
—  Francis Ponge: Bemerkungen zu den Otages von Fautrier. In: Texte zur Kunst. Aus dem Französischen übersetzt von Gerhard M. Neumann und Werner Spies. Frankfurt am Main 1967,  S. 9.

Lest bitte diese unglaubliche, aber vermutlich leider wahre Geschichte von den 400 Geiseln aus Eritrea, die auf dem Sinai in der Gewalt von arabischen Nomaden sind. Unter den Geiseln ist ein 8jähriges Mädchen, Ahlam, deren Vater vor ihren Augen gefoltert wurde. wenn kein Lösegeld bezahlt wird, drohen die Geiselnehmer, ihre Mutter vor ihren Augen von mehreren Männern vergewaltigen zu lassen. Lest die ganze Story.

Blutiges Ende in Sydney - Geiselnehmer und 2 Geiseln tot! 4 Verletzte - Polizei stürmte Café (Video)

Blutiges Ende in Sydney – Geiselnehmer und 2 Geiseln tot! 4 Verletzte – Polizei stürmte Café (Video)

DAS ENDE DES GEISELDRAMAS

Das Geiseldrama in Sydney wurde beendet. Die Polizei stürmte zwischen 15 und 16 Uhr mit Blendgranaten das Café. Schnelle Schussfolgen wurden gehört

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Griechischer Tanker gekidnappt (Update)

Nach wochenlangen erfolglosen Attacken auf Handelsschiffe, ist es somalischen Piraten gestern (31. Okt.) gelungen, den griechischen Chemikalientanker MV Liquid Velvet (Foto) zu kapern und zu entführen.

Die Liquid Velvet wurde um 1152h UTC in der Position 1200N 04533E entführt.

Das Schiff hatte 21 philippinische Besatzungsmitglieder und einen (unbewaffneten) griechischen australischen Security-Mann an Bord. Der Tanker gehört der Firma Elmira Tankers in Athen und fährt unter der Flagge der Marshall Inseln. 

Zwei Tatbestände sind bei dieser Entführung außergewöhnlich:

  1. Die Liquid Velvet wurde innerhalb des von Kriegsschiffen bewachten Transitkorridors im Golf von Aden (GOA) angegriffen.
  2. Die Besatzung hatte sich in einen Schutzraum (Zitadelle) zurück gezogen. Aber trotz der Fahrt im Transitkorridor  kam keines der anwesenden Kriegsschiffe dem Tanker zur Hilfe. Dafür gelang es den Piraten nach drei Stunden die Zitadelle aufzubrechen und die Crew als Geiseln zu nehmen.

Nach Angaben von Augen geradeaus ist die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor über den Vorfall nicht informiert worden. Aufklärungsflugzeuge folgen jetzt dem Schiff. Für eine Befreiungsaktion ist es nun natürlich zu spät.

Bisher gibt es keine Erklärung dafür, warum das Schiff im Transitkorridor keine Hilfe erhalten hat.

Bericht (engl.) über die Entführung auf SomaliaReport: hier.

Dirk Steffen hat eine Reihe von äußerst sachkundigen Anmerkungen zu diesem Fall per mail geschickt. Ihr findet sie nach dem jump.

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Dänische Segler berichten von der Geiselhaft

Ein halbes Jahr war eine dänische Familie mit drei Kindern in der Hand somalischer Piraten. Am 6. September kamen sie frei. Jetzt berichten die Quist-Johansens (Foto) zum ersten mal über ihre Geisehaft.

Schmutz, Gewalt, Psychoterror und die ständige Angst, getötet zu werden bestimmten das Leben der Familie nach dem Kidnapping ihrer Yacht Ing. Die meiste Zeit wurden sie auf dem ebenfalls gekaperten Frachter MV Dover festgehalten. Ein paar Tage verbrachten sie an einem Strand in Somalia.

  • Ihre Geschichte wird hier erzählt.
  • Bericht von der Entführung am 24. Februar 2011: hier.
  • Kommentar zur Entführung: hier.
  • Bericht von der Befreiung am 6. September 2011: hier.
25. Mai

Pfingstmontag. Marc hält nach der Morgenbesprechung einen guten Vortrag über die perkutane Dilatationstracheotomie (Luftröhrenschnitt bei Langzeitbeatmeten auf der Intensivstation), eine für hier neue Technik, und fährt danach mit Horst und Ursula Schmel nach Bolde, die älteste Aussenstation, bis morgen. Nach ewig langem Warten endlich nachmittags eine mindestens 4 Wochen alte Calcaneusfraktur operiert bei einer jungen Frau. Das Fersenbein war fest verheilt in grober Fehlstellung und musste osteotomiert (mit Geiseln wieder gelöst) werden. Eine winkelstabile Platte für das rechte Fersenbein war auch nicht mehr da, wird erst Ende der Woche wieder geliefert (?), so mussten wir die letzte Platte für die linke Seite entsprechend zuschneiden und benützen. War heute irgendwie nicht mein Tag, soll ja auch mal geben.

Hätte Severing durch seine Polizei kaltblütig Papen und Schleicher verhaften lassen, Hindenburg davon in Kenntnis gesetzt, dass er sich jedem Verfassungsbruch bis zum Äußersten widersetzen werde, mit Generalstreik, bewaffnetem Kampf der Polizei gegen die Reichswehr, vielleicht sogar mit der Erschießung der als Geiseln verhafteten Minister gedroht, so wäre anzunehmen gewesen, dass die Reichsregierung, deren legale Stellung ohnehin nicht ganz sicher war, versucht hätte, zu einem Kompromiss zu gelangen. Auch wenn schließlich die endgültige Niederlage Preußens sicher gewesen wäre, so hätte der tapfere Widerstand, der möglicherweise mit dem Tode Severings besiegelt worden wäre, den Republikanern den Beistand aller Freunde der Freiheit in der ganzen Welt gesichert. Das deutsche Volk aber hatte nie die geringsten Fähigkeiten, sich gegen innere Bedrückung zu verteidigen. Immer wieder kapitulierte es, nachdem es seinem Unwillen Luft gemacht hatte, vor seinen alten, langverehrten Herren. Die Erwartung, dass nach vierzehn Jahren innerer Freiheit das Volk sich erheben würde, um etwas so Unbegreifbares wie seine bürgerlichen Freiheiten zu verteidigen, war eine kindliche Illusion, die nur der hegen konnte, dem die deutsche Geschichte ein Buch mit sieben Siegeln war. Es ist sogar fraglich, ob eine Gemeinschaft von Heiligen etwas aus der deutschen Demokratie hätte machen können. Und die Demokratie in Deutschland hatte mit allen anderen, nur nichts mit Heiligen zu tun.
—  Paul Zech - <Deutschland, dein Tänzer ist der Tod> (1933) - starting words.
© TLG 2015
Irak: 49 türkische Geiseln wieder frei

Irak: 49 türkische Geiseln wieder frei

Sie waren vor drei Monaten in der irakischen Stadt Mossul von der Terrormiliz IS entführt worden: Jetzt sind 49 türkische Geiseln wieder frei. Das teilte der türkische Ministerpräsident Davutoglu mit. Über die genauen Umstände wurde noch nichts bekannt [mehr]

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14 Geiseln befreit, aber keiner will sie haben

Trauriges Schicksal für 14 Seeleute aus Myanmar (Burma): Zwei Monate nach ihrer Freilassung durch Piraten, sitzen sie noch immer in Somalia fest, weil keiner ihre Rückreise finanzieren will.

Die 14 Männer waren am 14. April 2010 mit  weiteren Seeleuten an Bord des thailändischen Fischtrawlers Prantalay 12 gekidnappt worden. Als das Boot im Monsun kenterte, wurden die Männer an Land gebracht. Dort starben sechs von ihnen an Krankheiten und abgelaufenen Medikamente,  14 wurden nach Angaben des Informationsdienstes SomaliaReport den Dorfältesten in Garowe/Puntland übergeben, weil den Piraten schnell klar wurde, dass hier kein Lösegeld zu erwarten war. Fünf weitere Männer sind spurlos verschwunden.

Das ist die Prantalay 11, ein Schwesterschiff der Prantalay 12. Die Prantalay 11 war ebenfalls von somalischen Piraten entführt und als Mutterschiff missbraucht worden und wurde im Februar von der indischen Marine befreit.


Der Kaufhaus Cop

„King of Queens“-Star, Kevin James spielt einen tollpatschigen Security einer Mall. Eine Bande von Skatern/Parkourläufern überfällt das Einkaufszentrum und nimmt Geiseln. Einzig Kevin James ist vor Ort. Er versucht alle zu retten. Drumherum gibt es noch eine komische Lovestory. Ich musste einige Male lachen, aber sonst ist das schauspielerisch wie storymäßig nichts. Gehirn komplett ausschalten und am besten schon fünf Halbe im Schädel, dann kann es vielleicht etwas werden. Ansonsten nicht mein Fall.

5/10 Sterne  

ZIB 9:00 - Geiselnahme in Kabul - 2015-05-14 09:00

Geiselnahme in Kabul Ein internationales Gästehaus in Afghanistans Hauptstadt Kabul war in der Nacht auf Donnerstag Ziel einer terroristischen Attacke. Dutzende Menschen wurden von offenbar nur einem bewaffneten Angreifer als Geiseln genommen. Die Polizei konnte die Geiselnahme beenden. 7A2CB2A35FA31925BF93F276E5E99AD8

Breaking: Dänische Geiseln bald frei

Die dänische Familie, die seit Februar von somalischen Piraten in Geiselhaft gehalten wird, soll in den nächsten Tagen freikommen.

Das sagte der Piratenführer Mohamed Duwane heute nach Angaben des Dienstes SomaliaReport. Die Familie mit drei Kindern (Foto) war mit ihrer Yacht Ing direkt ins Piratengebiet gefahren und dort gekidnappt worden.

Allerdings hieß es schon vor knapp drei Wochen, dass die Freilassung unmittelbar bevor stehe.