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Autorenlesung Katja Gartz „Gartenreiseführer Mecklenburg-Vorpommern“

Der Garten fasziniert als Sinne anregendes Spiel mit der Natur und symbolisiert zugleich die menschliche Sehnsucht nach dem Paradies. Die Reihe „Gartenwelten II“ im Mai 2013 erkundet erneut das Phänomen Garten auf vielfältige Art und Weise in historischer…

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Gärten auf dem Lande – Gartenkunst gestern und heute

Der Botaniker, Journalist und Fotograf Dr. Albrecht Ziburski versucht, sich mit diesem Band der Begrifflichkeit des Bauengartens zu nähern, der in irgendeiner Form jedem als ein Klischee vorschwebt, der sich aber nicht allgemeinverbindlich fassen lässt.

Denn es gibt ihn nicht, den Bauerngarten, der in uns eigentlich mehr eine romantische „gute alte Zeit“ Verklärung hervorruft, als eine klare Definition eines Gartentypus. Auch eine Trennung ländlicher und städtischer Gartenkultur ist nicht ohne weiteres möglich.

Dennoch sucht der Autor zwischen Alpen und England nach Belegen für unterschiedliche Entwicklungen von Gartenkonzepten.

Eine Reise durch die Regionen

Beginnend im Hochschwarzwald mit den Gärten der Selbstversorger, die in erster Linie auf den Ertrag und weniger auf eine mit dem dazugehörenden Haus harmonierende Gesamtwirkung ausgerichtet wurden. Auf diesen wesentlichen Aspekt beschränkt und optimal ausgerichtet.

Weiter im Schweizer Emmental mit einem traditionellen Barockgarten, die neben dem Ertrag durch ihre Strenge in der Anlage und Fülle in der Farbenpracht bestechen und eindeutigen Rückschluss auf Wohlstand zulassen.

Dann ein großer Sprung in den Norden entlang der Küste, wo die Gärten noch mehr der Repäsentation dienten und den für die Bauern zwar für die Versorgung überaus wichtigen Nutzgarten doch mehr in den Hintergrund drängten.

Über das südlichere Artland zu den Gärten der “herrschaftlichen Bauern” mit ihren eindrucksvollen Alleen und Taxusgärten nach Holland zu den “Slingertuinen”, den Schlenkergärten, was sich auf die Anlagestruktur, den Slingern, Schlenkern, Schlangen, Schlaufen bezieht, die mit Hilfe von Wasserzügen, Baumreihen und anderen Gestaltungselementen zu diesen Strukturen gelangen angelehnt an die englischen Landschaftsgärten.

Zeitgeschichte und Garten

Über diesen Bilderbogen der alten traditionellen Bauerngärten kommt er zu den Bauerngärten des 20. Jahrhunderts. Deen Entwicklung beleuchtet Ziburski in diesem Kapitel ebenso mit sorgfältig gewählten Beispielen. Interessant besonders der Zusammenhang von Bauerngarten und Nationalsozialimus.

Nach einem ausführlichen Exkurs zu einigen der großen historischen und modernen Gartengestalter dokumentiert der Auto den Niedergang der Gartenkultur mit seinen Auswirkungen auf den gängigen privaten Garten, nicht ohne mit einem wohlmeinend vorsichtigen Optimismus eine Wiederkehr der Verbindung von Kunst, Kultur und Garten für möglich zu halten.

Fazit

Dm Autor ist es gelungen, mit diesem Buch, seiner überbordenden Fülle anschaulich und einfühlsam fotografierter Beispiele, mit seinen nicht übertheoretisierenden Erläuterungen dem Leser die Chance zu geben, Gartengestaltung in einem kulturellen Zusammenhang zu begreifen, und Verständnis für Gartenanlagen zu entwickeln. Es zeigt die Zusammenhänge von regionaler und zeitgeschichtlicher Kultur und Kunst, von umgebender Landschaft, Natur und dem darin eingebetteten Garten.

Eine “Anleitung” zur Gestaltung eines Gartens findet nur der Leser, der sich mit dem Autor auf die Reise begibt, der sich in diese Zusammenhänge einfühlt und der bereit ist, sich mit seiner ganz eigenen Umgebung, seinem Kunstverständnis und seinen Möglichkeiten zu befassen und so einen eigenen Anschluss an die gezeigten Beispiele zu finden. Es geht nicht um die romantisierende Beschreibung des “typischen” Bauerngartens, auch wenn besonders die Fotos das dem Betrachter ermöglichen. Einen Gartenbaukasten sucht man hier vergebens.

Buchtipp – Gärten auf dem Lande Gärten auf dem Lande – Gartenkunst gestern und heute
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