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Franz von Stuck, Pietà by HEN-Magonza
Franz Stuck, seit 1906 Ritter von Stuck (1863 Tettenweis, Niederbayern - 1928 München) war ein deutscher Zeichner, Maler und Bildhauer. Von Arnold Böcklin angeregt, malte Franz von Stuck vorzugsweise schwebend-unwirkliche Darstellungen aus dem Reich der Fabeln und allegorische, symbolhafte Gestalten. Viele seiner Werke mit nackten weiblichen oder männlichen Körpern zeichnet eine lasziv-erotische Atmosphäre aus, sie fanden jedoch trotz der damaligen biederen Moralvorstellungen großen Anklang. Franz von Stuck wurde lange Zeit als Repräsentant des Münchner Jugendstils gesehen, aber seine eigentliche große Bedeutung hat Stuck als Künstler des Symbolismus. Das Gemälde der Pietà entstand 1891. ___ Aus dem Dunkel leuchten Marias Hände hervor, die sie in ohnmächtiger Trauer um ihren toten Sohn vor das Gesicht geschlagen hat. Dramatisch inszeniert der Künstler das traditionelle Pietà-Motiv. Anhand der Isolierten, senkrecht zueinander gestellten Figuren kontrastiert er Leben und Tod. Der nackte Leichnam Christi wirkt viel plastischer und realer als die verhüllte, schemenhafte Maria, die vor Schmerz zu vergehen scheint. Das christliche Thema ist hier offenbar Anlass für die malerische Auseinandersetzung mit existentiellen Empfindungen wie Leid und Trauer. Quelle: www.staedelmuseum.de