Kitsch 256574324656

Mach mich mehr Mensch:
Lass mich nachts spazieren gehen und ein paar Betrunkenen mit etwas Abstand zum Bahnhof folgen. Lass mich mir das Ticket zwischen die Zähne klemmen; lass den einzigen Sinn meiner Hände sein, zu zittern. Lass mich mich auf den Schoß eines Fremden setzen, damit ich ihm nicht in die Augen sehen muss. Lass mich herausfinden, dass wir beide irrationale Angst vor Fahrradketten haben. 

Fadenscheinig, schleimig.
Der Gedanke zu dir schleicht sich durch,
Da sind mehr als pochende schmerzen.
Kinderlachen, echtes lachen.
Beruhigt besänftigt meine Seele
ein wenig. Etwas. Nicht genug.
Es scheint nichts ist mehr genug,
und doch alles zu viel viel viel
Niemand nichts und ich nicht.
Zu viel rumgetue, nichts Ernstes mehr im Kopf.
Bleibt nichts mehr hängen, Amateur hafte Worte,
Spucknapf der verspotteten Gefühle.
‘Gefühle? Was ist das? Den lache ich ins Gesicht’
Klar doch.
Schraubenzieher Worte,
Ein mal eins der leichfüssigkeit, Unbeschwertheit, wo ist es hin? Wo ist es abgeblieben?
Auf weiteren wegen verloren gegangen, wegen ins unbekannte.
Da sprich einer von keiner Angst,
Zitternde Töne, Kaffee schwarz, bittere fahrradketten kehle.
Und zwischen all dem nichts bist du, du.
Du.
Du bist unerträglich, unglaublich.
Abhanden gekommen, entglitten zwischen kalten Fingerspitzen und rauchigen Lippen.
Unglaubwürdig, deine Existenz stellt alles in Frage.
Du bist nicht da, nicht genug,
rau knurrend bellend und gellend wiederholt sich dein Name in meinem Gesicht.
Aber wenn das letze was mich hält,
Bist du
Zwischen Untertiteln,
Kaputt gegangenes lachen.
Da ist nichts mehr was mich hält,
Schweben, treibe im schwerelosem,
Nichts.

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