einzelnes

Einen wie dich habe ich noch nie kennen gelernt. Wie geht sowas? Wie kann ein einzelner Mensch sowas fühlen? Warum bist du so perfekt und warum hast du mich gewählt? Was ist an mir so besonders, dass du mich gewählt hast? Ich bin verrückt nach dir. Jeder Atemzug ist für dich. Seit ich dich kenne strahlen die Farben wieder und ich habe kein grau mehr im Leben. Du bist mein König. Wie hast du es geschafft meine Welt so umzudrehen? Durch einen einzelnen Blick hast du alles verändert. Du bist der einzige der mich wie eine Königin behandelt und der mich aufbaut. Du bist der, der mich so ansieht als wäre ich schöner als jedes andere Mädchen auf dieser Welt, obwohl wir beide wissen das es im entferntesten nicht so ist aber das ist völlig okay. Solange du mich so ansiehst. Bitte, hör niemals auf mich so anzusehen. Ich liebe dich.
»Hier handelt es sich nicht mehr um ein Problem, das es zu lösen gilt, hier handelt es sich ganz einfach um einen Feind, der geschlagen werden muß.«* –

»…As, on the ruined human wretch, vermin parasites appear, so, these ruined shelters have bred a crowd of foul existence that crawls in and out of gaps in walls and boards; and coils itself to sleep, in maggot numbers, where the rain drips in…«1

Die faule Existenz der Tatsachen liefert verschiedene Indizien konformistischen Verhaltens. Sie ist dabei nicht als eine Kraft zu verstehen, die ›den‹ Menschen bloß als etwas Aufgezwungenes entfremdend überfällt, das im Nachhinein die Beherrschten von den Herrschenden, die Ausgebeuteten von den Ausbeutern, Natur und Kultur voneinander trennend zerreißt, sondern sie wird in jenem Nimbus hergestellt, der die gesellschaftlichen Charaktere der Praxis einer sachlich-abstrakten Herrschaft subsumiert, was unweigerlich etwas Absurdes an, für und in sich entzündet. Absurdvernünftig wie das Reale permanent als die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit erscheint, ist es der Fetischcharakter der Ware, der nach Marx als das intellektuelle Licht mit jedem von Menschen fabrizierten Produkt seine Prozession inszeniert, derart, daß die universelle Tauschbarkeit des Warenwerts signalisiert wird. Es handelt sich um eine parataktische Struktur von Intelligenzien, res sapiens, die vom homo sapiens unendlich abzuweichen vermag, die die Wirklichkeit als Differential zu den Tatsachen zeigen, und das zwischen der negativen Totalität des gesellschaftlichen Systems und den Strukturen sich sinnwidrige Abgründe auftun: Mit der faulen Existenz der Tatsachen, jener res sapiens, wird die »Einheit der Trennungen«2 produziert und reproduziert.3 Eingedenk der besonderen Banalität, daß sie von Menschen hergestellt wird, ist dieses nichtsdestotrotz durch und durch absurd real die materielle Produktion eines notwendig falschen Bewußtseins mitsamt einer unbewußten Gesellschaftspraxis,4 und nicht bloß eine virtuelle Realabstraktion, die wie ein wölkchenartiges Ideologem sich ausbreitet, sowie alle in der Gesellschaft auftauchenden unterschiedlichen Phänomene weder Konstruktionen noch von einer Natur darstellen, welche bloß durch Arbeit hergestellt werden muß, um überhaupt so etwas wie Wissen zu konstituieren. Das ist angesichts dessen, das der für den Kapitalismus ernst gemachte und verzerrende Idealismus, der die Wirklichkeit zerstört, offenkundig, u. a. auch dadurch, das er danach verlangt, daß die Natur weg muss: Nachdem das gewöhnliche Wetter abgeschafft worden ist, dürfte es einleuchtend sein, das die Natur nicht nur ihre Unschuld vertan sondern vor allem ihre Schuldigkeit längst getan hat.5 Tatsachen sind quasi Effekte der Dispositive, die aus dem Wechselspiel materieller Produktionen und virtueller Realabstraktionen entstehen, mit der das Kapital als letzter Instanz generierend präponderiert; deren Stunde weder im ersten noch im letzten Augenblick mit nichtpulsierenden Umschlägen, nicht in stetigen Übergängen sich manifestiert, sondern durch eine Kontinuität von Brüchen hindurch die gesellschaftlichen Situationen verwandelt. Die Subsumtion des Individuums unter die sachlich-abstrakte Herrschaft des Kapitals bewerkstelligt sich jedoch über die fiktiven Momente des notwendig falschen Bewußtseins, welche das Subsumtionsverhältnis zwischen Individuum und Kapital nicht ganz in eine Subsumtionslogik auflöst, sondern eines von gegenseitigen Voraussetzungen und Ausschließungen.6 Man darf also nicht vergessen, daß das „Kapital kein Ding [ist], so wenig wie Geld ein Ding ist. Im Kapital, wie im Geld, stellen sich bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse der Personen als Verhältnisse von Dingen zu Personen dar, oder erscheinen bestimmte gesellschaftliche Beziehungen als gesellschaftliche Natureigenschaften von Dingen.“7 Nebenbei werden die Ensembles konformistischen Verhaltens,8 wie z. B. jenes Bei-Rot-an-der-Ampel-stehen-bleiben, zu Tatsachen und ihre Ununterscheidbarkeit mit der Absurdität zeigt sich in einer schier endlosen Reihe von Zufällen, deren notwendige Arbitrarität so evident wie stumpfsinnig ist.9 Gesellschaftliches Leben besteht hauptsächlich aus Anpassungsbewegungen daran, die von jedem einzelnen verlangt für die Kulturindustrie des intimen Unglücks sich selbst zu entgrenzen. Wenn man noch verspürt, was es für eine Strapaze ist, sich diesem Komplex aus Absurditäten, Sinnlosigkeiten und Unmöglichkeiten offen zu halten, und beim leisesten Versuch, das eigene Leiden daran beredt werden zu lassen, bekommt man meist nichts anderes zu hören, als: reiß dich zusammen. Von dieser Misere satirisch zu schreiben, hieße die Tatsachen bis „zur Karikatur der Übertreibung“10 zu zeichnen.11Was dieses gesellschaftlich gefügte Rätsel der Geschichte ausmacht, daß zugleich keines sein müsste, ist etwas, woraus einige den Stoff für einen Mystizismus beziehen, der diese Leere der Tatsachen dynamisch reproduziert und stereotyp fabriziert. Es ist die Insignie oder der falsche Inbegriff des Begriffslosen davon, was Herrschaft und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ausmacht. Dazu wird die logische, differenziert-differenzierende Relation zwischen dem Unmöglichen und dem Absurden gekappt, damit beides nicht nur für Geschmacks- und Moral-Urteile vermeintlich fungieren sondern auch als Realitätsurteil behauptet werden können, als Aussage nämlich über die mangelnde Realität dessen, was »absurd« oder, wie bereits dieses Wort es vorgeblich sagen soll, »unmöglich« ist. Gerade das partizipiert an einer Ideologisierung, das um ›des‹ »Verstandes willen« die Sprache von Sinn Verklärenden gesäubert sehen will,12 indem sie mit einer vermeintlich politischen Radikalität die Differenzen sprachlicher Bedeutungen bloß vereindeutigt, während es wider besseren Wissens daß, was an sich ambivalent und ambig ist, ignoriert, und Tatsachen und Wirklichkeit nicht einmal begrifflich voneinander unterscheidet; geschweige denn, daß diese die Zusammenhänge zwischen dem Unmöglichen und dem Absurden als Bedingungen der Möglichkeit von Begriffen objektiver Widersprüche im Kontext gesellschaftlicher Substrate zu reflektieren vermag. Wie unwahrscheinlich auch immer die faule Existenz der Tatsachen durch gesellschaftlich-relevante Ereignisse sich anzeigt, findet man die Kriterien für ein kategorielles Urteilen, das die Qualitäten der tatsächlichen Vergesellschaftung bestimmt, nicht ohne die Konfrontation mit den objektiven Widersprüchen, deren Negation nicht als Wahrheit in der Geschichte sich sondieren läßt, in dem man sich auf die historisch-relativen Striktionen des negativen Wesens der gesellschaftlichen Verhältnisse radikal besinnt, sondern in dem man auf ein wahres Urteil über die Gesellschaft insistiert, und nicht bloß mit einer Plausibilität der Bestimmtheit oder mit einer bloßen Wahrscheinlichkeit von Objektivität sich zufrieden gibt. Das Wahrheit in der Geschichte nicht durch Objektivität als solcher gegeben ist, bedeutet nicht, daß richtiges »Verstehen« unmöglich ist, sondern besagt, daß Wahrheit historisch-relativ striktiert ist,13 jedoch entgegen der Intention des Relativismus, „Geschichte in der Wahrheit“,14 und daß das »Verstehen« selbst als eine historische Kategorie aus dem entscheidenden Grund aufzufassen ist: Durch Verstehen eröffnet man sich in Kontexten Geschichte, die nichtsdestotrotz an der Wahrheit, als negatives Wesen des gegenwärtigen Horizonts, Anteil nimmt, obwohl es in der Geschichte an Wahrheit mangelt.15 Mit ihr wird also zugleich ein Begriff artikuliert, der Fragen und Antworten darauf geben kann, wie »Verstehen« als ein Prozeß aufzuzeigen ist, der die vermeintlich für sich seienden Horizonte verwandelt. Kritisches Interesse am »Verstehen« kann als historische Kategorie nicht für sich bestehen, da ihr zu entnehmen ist, was die Überlieferung, die katastrophal Kritik und Krisis in einem darstellt, für den gegenwärtigen Horizont bedeutet und wie sehr dieser sich als Gewordenes und Gemeintes in ihr erkennt. Dies wird dann zu keiner bloß willkürlichen Veranstaltung, wenn berücksichtigt wird, daß die Frage, die nach dem historischen Phänomen sich erkundigt, nur dann verstanden werden kann, wenn man verstanden hat, was mit der Frage zu tun ist, auf die es eine Antwort geben soll.16 Die Konfrontation mit den objektiven Widersprüchen konzentriert sich damit auf die Zeitkerne einer Wahrheit, in dem sie das negative Wesen der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit, ihre Wahrheit als Negation ihrer verkehrten Wirklichkeit nicht in einem Einklang zu derselben, sondern im Medium der Kritik bestimmter Negation darstellt. Und zwar gerade durch daß, was geschieht, in dem es dieses, »was geschieht«, nicht verdoppelt, sondern mikrologisch deren Nuancen, die man durchaus als dialektische Kontraste bezeichnen dürfte, analysiert. Es zu verdoppeln hieße nämlich mit Wiedergängern, mit Wiederholungen der Geschichte zu rechnen, um dem Elend der Jetztzeit und zugleich dem Elend seiner Erkennbarkeit eine Legitimität zu verschaffen, in dem man vor drohenden Katastrophen warnt oder die Gegenwart bloß als den Zerfall dessen zu repräsentieren, was einmal gewesen war. Ist es auch banal zu schreiben, daß die Jetztzeit nicht bloß das Ganze der Vergangenheit bleiben kann, kann sie jedoch erst dann zu weitaus mehr werden, wenn der luxuriöse Überfluß des Geschichtsprodukts dessen, was die Vergangenheit nicht einmal gewesen sein wird, nennenswert zu dem durchbricht, woran es dem Neuen der Jetztzeit mangelt. „Wer […] vermöge der Stärke seiner Erinnerung und Phantasie, sich das längst Vergangene am lebhaftesten vergegenwärtigen kann, der wird sich der Identität des Jetzt in aller Zeit“ nur insofern „deutlicher, als die Andern, bewußt“17 werden, wie er dies, entgegen der „Identität des Jetzt in aller Zeit“ nicht in einer homogenen Zeit und auch nicht bloß als Vereinzeltes erfüllt sieht. Denn „Bewußtseyn“ das „im Centro der Zeit […] den unbeweglichen Mittelpunkt der ganzen unendlichen Zeit in sich selbst trägt“18 kaschiert bloß den ohnmächtigen Idealismus mit der vorgeblich allmächtigen Idee des höchsten Selbst und reicht doch nicht an die Macht dessen heran, was gemacht und deshalb auch verstanden werden könnte. Die tote Arbeit der Sprache und die Arbeit des Todes sind die Voraussetzungen für daß, was man den Ursprung der Gegenwart nennt, oder die Bedingung der Form mit der man in der Schrift von ihr sprechen kann, welche Schopenhauer als die einzige Form der Realität bezeichnet, die das „Daseyn nicht anficht“.19 Vor diesem kapitulieren zu müssen, „lähmt […] die Triebregungen der Erkenntnisse: Fetischisiert, undurchdringlich, unverstanden, was dem Subjekt als unabänderlich darstellt“,20 erscheint allzuoft als Schluß, als vorgeblich folgerichtiges Urteil. Doch mit dem Wesen treibt das Beispiel des bereits Vorhandenen noch immer sein Spiel. Diesen realen Schein zu unterhalten, taktet die konkrete Strategie der Selbsterhaltung, die ihre Funktion darin finden soll, von individueller Ohnmacht abzulenken, oder um Selbsterhaltung aufrecht erhalten zu können, sich selbst zu zerstreuen, indem man unter anderem die Ideologie unterhält, man sei, wie die Eingeweide der Dinge, unmittelbar gegeben. Solche Beschwörung eines eigenen oder gar einzigen oder einzigartigen Daseins ist grundlos, bzw. findet subjektive Gründe, wie „eine wächserne Nase“;21 diese bleiben aber archaisch und atavistisch unvermittelt, bar eines Begriffes, mit dem wenigstens einmal ein Zusammenhang demontiert werden könnte; vermeintlich abgehoben spezialisiert man sich durch permanente Dekontextualisierung, die man als Produzent von Expertisen betreibt. Indem man ihr Fleisch vom Fleische denkt, bekommt deren gedankliches Material wie ein Artefakt absoluten Charakter; eine sinnfällige Starrheit entzündet in sich selbst ein Reales, mit dem man nicht mehr Allgemeines mit dem Besonderen und vice versa konfrontiert, sondern je nach Fall, das eine bloß unvermittelt durch das andere ersetzt. Schaut man sich jedoch die Welt nicht allzu einfältig an, kann exakt beobachtet werden, daß das Reale widersinnig ist, ohne daß der Begriff von der unversöhnlichen Realität dieser Gesellschaft, die aus objektiven Widersprüchen besteht, verworfen werden muß. Konformistisches Verhalten verspricht aber nichts weniger, als das der Realitätssinn in diesem Umstand sich verbergen soll, damit werden die vergegenständlichte und versachlichte Welt als logische Ordnung der Ideen und Ordnung der Dinge harmonisiert, bloß die subjektive Dimension des Widerspruchs qua Denunziation überführt.22 Konformistische Deixis verfolgt, mittels dessen, was sie dem Kontingenten überläßt, konkrete Strategien der Selbsterhaltung, deren Funktion es sein soll, die Ohnmacht des Individuums zu verdrängen. Die Beschwörung seines eigenen Daseins aus sich selbst heraus ist dabei keineswegs begründbar und fällt recht geheimnisvoll aus, bar jeder vernünftigen Begründung. Abstrahiert durch Dekontextualisierung bekommt dieses wie ein Artefakt absoluten Charakter: eine in ihrer Sinnlosigkeit nicht auszuhaltende Realität. Kurioserweise soll genau diese das Subjekt betreffende gesellschaftliche Ohnmacht als Sinnstiftung getarnte Operation ermächtigen, in dem sie zu einem Urteil, zu einem Schluß für etwas anderes und als etwas anderes als das ohnmächtige Subjekt resignativ umgearbeitet wird. Letztendlich ist sie aber damit nichts anderes, als daß, was Adorno „Selbsterhaltung ohne Selbst“23 nannte, eine Selbsterhaltung, die in ihrem deformierten Bewußtsein die destruktive Tendenz in sich aufnimmt, Subjektivität aufzulösen, in dem es Leidensfähigkeit und souveräne Trauer zu dem das bürgerliche Subjekt fähig sein könnte, um wenigstens die Glücksversprechen und deren überdeterminierte Akkumulation an Lücken zum objektiven Glück der kapitalistischen Gesellschaft zu realisieren, beschneidet, um zugleich die Kosten seines Leidens, ja das Leiden selbst, zu ignorieren. Eine Begründung dafür findet es darin, daß es das Faktische wie eine allzuwahrscheinliche Notwendigkeit als Wesen behauptet, wobei doch das Faktische real sein Unwesen in der Wirklichkeit treibt. Anstatt daß es sich der permanenten Entleerung und Denkontextualisierung jenes Informiertseins und Wissen-Müssens in der sogenannten »Wissens-Gesellschaft« selbst entleert, rationalisiert es in seiner betriebsamen Wissensökonomie die intellektuellen Talente weg und erfüllt damit „die Idiotie des Realen“,24 indem man die Angst vorm Denken professionalisiert, indem man sie in den Wunsch transformiert, Denken mittels Denken zu zerstören. Was noch die letzten möglichen logischen Verbindungen zwischen dem Unmöglichen und dem Absurden kappt, reagiert auf Unverständliches mit Ressentiment; dem vermeintlich Unwissenden wird nur noch rechthaberisch demonstriert, wie starr man mit vollgestopften Kopf übers Wissen die Klassengrenzen einzurichten begehrt, die notwendig existieren müssen, damit Bildung überhaupt als Paternoster der sozialen Vertikalität fungieren kann und nicht zum Umsturz der Verhältnisse führt. Daß das jeder Philosophie-Student wissen kann, dem zugemutet wird, Würstchen zu verkaufen, um seinen Weg zur sozialen Vertikalität zu finanzieren, gibt ein trostloses Bild ab von dem, was man über die gute alte bürgerliche Verachtung der Arbeit und der Rationalisierung der Intelligenzarbeit noch an Konformisten herausziehen will. Neben dieser pädagogischen und internalisierten Gewalt wird das unverständliche Objekt, der Vergesellschaftungszusammenhang zu etwas, das diesem Fetischismus (nicht nur der des Wissens) permanent als Referenz mittels Rationalisierungen fungiert, daß unterm zwanghaften Signum der Widerspruchsfreiheit verzerrt aufgewertet wird.

*  Karl Marx, MEW 19, Anhang, Entwürfe einer Antwort auf den Brief von V. I. Sassulitsch, Erster Entwurf, S. 395, Berlin 1956 ff. 

1     Charles Dickens, Works Vol. 16, Bleak House, Chapter 16, S. 266, London 1897-1908.

2     Vgl.: Guy Debord, Gesellschaft des Spektakels, I. Die vollendete Trennung, S. 13-27, Berlin 1996.

3    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Es soll hier nicht gefordert werden, das Konstatieren von Tatsachen aufzugeben. So unverzichtbar dies für das Denken ist, das aufs Urteilen insistiert und jeder Tatsache ihre bedeutendsten Aspekte abgewinnt, so ist es jedoch borniert, sie umstandslos ausschließlich auf alles Phänomenale zu übertragen.

4    Die, die nicht wissen, was sie tun, tun es dennoch; wissen sie zwar auch nicht exakt, was sie nicht wissen, vergibt ihnen dennoch das Kapital, als »automatisches Subjekt«, mit der materiellen Reproduktion seiner selbst nicht bloß als einer religiösen Illusion, die im Schein ihrer objektiven Wirklichkeit als Bedingung der Produktion jedes einzelne Individuum erpresserisch als Objekt seiner Repression traktiert: dadurch verstricken sie sich selbst verschuldet, unentrinnbar in einen unabwendbaren Schuldzusammenhang, aus dem sie keine Erlösung mehr entbindet oder zu versöhnen vermag, solange wie sie diese Gewalt ihres Zusammenhangs nicht auflösen. Wer gegen die negativen Vermittlungen des Kapitals aufbegehrt, wird quasi gezwungen nicht nur ein Maschinen- sondern auch ein Himmelsstürmer zu werden. Doch jede Ungeduld, die man sich dabei leistet, darauf zu reflektieren, unterliegt dem Risiko sich in tödlicher Barbarei zu manifestieren. Man baut geduldig und ironisch aus Maschinen und Himmeln eine Welt, in der viele Welt sich immer unterschiedlicher werden, und es kein Zwang und keine Not mehr notwendig existieren muss, eine Einheit aus allem zu machen, was dann da wäre, und die Menschheit insgesamt zu sich selbst in ein mündiges Verhältnis zu setzen.

5   Über die Frage »wozu Gletscher?«braucht man sich dann nicht als einen verantwortungslosen oder gar zynischen Scherz eingedenk eines Atmens in der Atmosphäre, die mit der Klimakatastrophe prall geschwängert ist, moralin aufzuregen, wenn man noch einen letzten Rest von dem Bewußtsein sich bewahrt hat, daß die Natur auch gefälligst das sein darf, was sie auch ist, nämlich etwas, daß nicht unbedingt verwertet werden muß.

6   „Die Gegenstände als vermittelte in der Erkenntnis des gesellschaftlichen Bewußtseins machen den widersprüchlichen Bestimmungen ein Prozessieren möglich. Dieses stellt sich aber nicht nur als kognitiver Prozeß dar, weil als Gegenstände der Erkenntnis sie auch notwendig auf die vorausgesetzte Realität bezogen sind. Gegenstände jenseits der Erkenntnis anzunehmen, ist analytisch möglich, als erkenntnistheoretische Voraussetzung notwendig, aber diese Gegenstände sind wieder nur über die Erkenntnis zu haben: Eine durchaus nicht triviale Vorstellung. - Denn gerade der Entwicklungsbegriff ist an eine logische Widerspruchsentwicklung gebunden, die das Erkenntnisproblem in der Kritik wieder deutlich macht.“ [Diethard Behrens/Kornelia Hafner, Totalität und Kritik, Schriftenreihe der Universität der Osnabrück, Fachbereich Sozialwissenschaften, Osnabrück 1989, S. 124 zit. n. Jürgen Behre, Kritik und Gegenstandskonstitution, Texte zum Kolloquium der Marx-Gesellschaft im Frühjahr 1997, unveröff. Text, Maintal 1997, S. 7; hier zit. n.: Nadja Bargholz, Identität und objektiver Widerspruch, Zum Problem immanenter Kritik in Adornos Negativer Dialektik, S. 17, 2003.] „Die Auflösung aller Produkte und Tätigkeiten in Tauschwerte setzt voraus sowohl die Auflösung aller festen persönlichen (historischen) Abhängigkeitsverhältnisse in der Produktion, als die allseitige Abhängigkeit der Produzenten voneinander. Die Produktion sowohl jedes Einzelnen ist abhängig von der Produktion aller andern; als [auch] die Verwandlung seines Produkts in Lebensmittel für ihn selbst abhängig geworden ist von der Konsumtion aller andern […] Diese wechselseitige Abhängigkeit ausgedrückt in der beständigen Notwendigkeit des Austauschs und in dem Tauschwert als allseitigem Vermittler. Die Ökonomen drücken das so aus: Jeder verfolgt sein Privatinteresse; und dient dadurch, ohne es zu wollen und zu wissen, den Privatinteressen aller, den allgemeinen Interessen. Der Witz besteht nicht darin, daß, indem jeder sein Privatinteresse verfolgt, die Gesamtheit der Privatinteressen, also das allgemeine Interesse erreicht wird. Vielmehr könnte aus dieser abstrakten Phrase gefolgert werden, daß jeder wechselseitig die Geltendmachung des Interesses der andern hemmt, und statt einer allgemeinen Affirmation, vielmehr eine allgemeine Negation aus diesem bellum omnium contra omnes resultiert. Die Pointe liegt vielmehr darin, daß das Privatinteresse selbst schon ein gesellschaftlich bestimmtes Interesse ist und nur innerhalb der von der Gesellschaft gesetzten Bedingungen und mit den von ihr gegebnen Mitteln erreicht werden kann; also an die Reproduktion dieser Bedingungen und Mittel gebunden ist. Es ist das Interesse der Privaten; aber dessen Inhalt, wie Form und Mittel der Verwirklichung, durch von allen unabhängige gesellschaftliche Bedingungen gegeben.“ [Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Kapitel vom Geld, S. 73 f., Berlin 1953.] – „Die Individuen sind unter die gesellschaftliche Produktion subsumiert, die als ein Verhängnis außer ihnen existiert; aber die gesellschaftliche Produktion ist nicht unter die Individuen subsumiert, die sie als ihr gemeinsames Vermögen handhaben.“ [Ebd., S. 76 f.]

7   Karl Marx, MEGA II, 4:79. Siehe hierzu auch: Marx, MEW 23, Das Kapital, 4. Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis, S. 87 f.

8    Mit dem hermeneutischen Imperativ der Marxschen Theorie kann die Interpretation von Tatsachen, die für die Ensembles konformistischen Verhaltens als gesellschaftliches Relevantes behauptet, ideologiekritisch gewendet wenden, indem man sie nämlich strikt als Gemachtes und als Gewordenes analysiert. Mit jenem ‘strikt’ verbindet sich aber eben etwas, was nicht einfach ist.

9    Auch wenn Tatsachen dem begrifflichen Schemata eines rationalistischen Illusionismus oder Illuminismus nach als nicht von ungefähr stammend behauptet werden, sind sie, wenn man es recht bedenkt, dennoch etwas Singuläres: Sie resultieren nicht aus Rationalitäten, sie werden auch nicht durchgängig durch Referenzen geprägt, erst recht sind sie nicht Spur eines transzendentalen Signifikats, was durch diese seine temporäre Anwesenheit empirisch demonstriert. Dennoch erfassen lassen sie sich als Besondere nicht ohne begriffliche Anstrengung; gewiß ähneln Tatsachen einander sehr oft hinreichend, aber deren annähernde Wiederholung geht nicht auf eine gemeinsame Prägung durch ihr Objekt oder durch die Vernunft zurück, sie sind das zufällige Resultat der concatenatio rerum, der Verkettung aller Dinge und des verketteten Alltagsverstandes, der daraus sich meist nichts anderes als Abbilder des bloß Seienden aus Regeln abonniert; wie das in der gesellschaftlichen Praxis sich zeigt, findet u. a. sein Potential für eine symptomale Lektüre im »Unmotiviert-Werden der Zeichen« in der Schrift. [Jacques Derrida, Grammatologie, Erster Teil: Die Schrift vor dem Buchstaben, Kapitel 2, Linguistik und Grammatologie, S. 83, Frankfurt/M. 1983.]

10 Karl Kraus, S 8, Aphorismen, Nachts, S. 417; Die Fackel, Nr. 406-412, 05.10.1915, 17. Jg., Die Grüngekleideten, S. 159.

11  Um wenigstens damit die objektiv-reale Möglichkeit der revolutionären Notwendigkeit sich offenzuhalten, von der Karl Marx einst schrieb: „Man muß jede Sphäre der deutschen Gesellschaft als die partie honteuse der deutschen Gesellschaft schildern, man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!“ [Karl Marx, MEW 1, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung, S. 381.]

12  Da Logik immerhin nicht nur innerhalb der Sprache sich »ereignet«, sondern auch, damit Logik selbst nennenswert werden kann, sowohl außerhalb ihrer selbst, als auch außerhalb dessen, was so oft als »in sich logisch« behauptet wird, strikt als Qualität einer Reflexionsbestimmung beachtet wird, wird man nebenbei beobachten, daß Logik keineswegs derart hermetisch sich gibt, daß alles, was wirklich ist, auch vernünftig ist; was insgesamt nicht einmal Hegel behauptete.

13   Was in diesen Texten in verschiedenen Passagen und unterschiedliche Konstellationen als historisch-relativ Striktiertes beurteilt wird, verdankt sich Benjamin: „Entschiedne Abkehr vom Begriffe der ‘zeitlosen Wahrheit’ ist am Platz. Doch Wahrheit ist nicht - wie der Marxismus es behauptet - nur eine zeitliche Funktion des Erkennens sondern an einen Zeitkern, welcher im Erkannten und Erkennenden zugleich steckt, gebunden. Das ist so wahr, daß das Ewige jedenfalls eher eine Rüsche am Kleid ist als eine Idee.“ [Walter Benjamin, GS V.1, Das Passagen-Werk, Aufzeichnungen und Materialien, N Erkenntnistheoretisches, Theorie des Fortschritts, [N 3, 2], S. 578, Frankfurt/M. 2005.]

14   Adorno bezieht sich mit diesem Wort auf Benjamins »Zeitkern der Wahrheit«; vgl. GS 5, Metakritik der Erkenntnistheorie, 3. Zur Dialektik der erkenntnistheoretischen Begriffe, S. 141, Frankfurt/M. 2003.

15  Dialektik, die nicht so sehr darauf aus ist, über die Instanzen zu entscheiden, die über Progression oder Digression einer historischen Entwicklung etwas mitteilen, sondern einer Dialektik, die etwas zu der intellektuellen Beobachtung beiträgt, ob etwas einen Zusammenhang oder nicht bildet, und wenn es einen Zusammenhang kennzeichnet, wie konzentriert oder dekonzentriert dieser auftritt, muss sich, entgegen Hans-Georg Gadamer dies behauptet, nicht „in Hermeneutik zurücknehmen“ [Gadamer, Hegels Dialektik, Sechs hermeneutische Studien, Die Idee der Hegelschen Logik, S. 85, Tübingen 1980], da „die dialektische Beziehung zwischen der Struktur des Denkens und der der Wirklichkeit… [mehr ist] …als Widerspiegelung und Korrespondenz.“ [Herbert Marcuse, Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus, Die Dialektik und ihre wechselnden Schicksale, S. 133, Darmstadt/Neuwied 1974.]

16   Daß bedeutet auch in etwa zu verstehen, wie man nicht versteht, jedoch ist es bei diesem hermeneutischen Akt unerlässlich, um nicht Inhalt und Form der Erkenntnis voneinander zu trennen, darauf gefasst zu sein, daß nicht einfach nur Wissen vermehrt wird, sondern auch offen dafür zu sein, das ein erweitertes Verständnis, zusätzlich dazu führt, daß das bisherige Wissen wirklich verändert wird, und wie verändertes Wissen, wirklich die gesellschaftliche Wirklichkeit zum Besseren verändert.

17  Arthur Schopenhauer, Werke in fünf Bänden, Parerga und Paralipomena II, Zweiter Band, Kapitel X., Zur Lehre von der Unzerstörbarkeit unseres wahren Wesens durch den Tod, §. 139., S. 248, Zürich 1991.

18  a. a. O.

19  a. a. O.

20  Theodor W. Adorno, GS 8, Soziologische Schriften I, I, Theorie der Halbbildung, S. 117, Frankfurt/M. 2003.

21  Diesen Ausdruck verwendet Hegel, um die Begründungen der Stoizisten für ihr »abstraktes Selbstbewußtsein« zu kritisieren: Hegel, W 19, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, 3. Moral, S. 292, Frankfurt/M. 1979.

22  Die Unversöhnlichkeit der Gesellschaft und ihre objektiv in sich widersprüchliche Konstitution ist nicht bloß als eine Angelegenheit zu erklären, die als eine äußere Kraft das Individuum überwältigt, und dieses subsumiert; die individuell-neurotische, psychopathologische Verdrängung kann also nicht dadurch verdeutlicht werden, das sie sich dieser äußeren Macht als einer repressiven Instanz erwehrt, sondern in dem sie gesellschaftliche Ensembles konstruiert, und wenn auch zunächst bloß virtuell, in dem sie nicht eine Politik der Gleichen unterm Prinzip der abstrakten Gleichheit untereinander organisiert, sondern eine von Individuen, welche in atopischen Situierungen lernen, eine radikale Besinnung auf sich selbst und auf Andere(s) jeden inneren und äußeren Widerstand durchzusetzen.

23  Theodor W. Adorno, GS 8, Soziologische Schriften I, I, Theorie der Halbbildung, S. 115, Frankfurt/M. 2003.

24  Ich entwende Clément Rosset jenen Begriff: „Unter dem Realen soll zunächst das Dasein als einzigartiger Sachverhalt, ohne Reflex oder Double, verstanden werden: eine Idiotie also im ursprünglichen Wortsinn.“ [Vorwort, S. 7.; Vgl. hierzu vor allem: Clément Rosset, Das Reale, Traktat über die Idiotie, 5. Die Idiotie des Realen, S. 50-64, Frankfurt/M. 1988.]

Man könnte meinen, dass es einem die Luft zum Atmen nimmt, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, aber das ist nicht der Fall. Mir hat jede einzelne Minute unseres Zusammenseins gefallen, auch die Auseinandersetzung.
—  E.L. James - Fifty Shades of Grey ; Befreite Lust

aufwachphase-deactivated2015041 asked:

Ey Welche musik hörst du eigentlich gerne? (Ausser the 1975) ✨

Two door cinema club, Florence + the machine, the kooks, the xx, Ed Sheeran, jaymes young, coconut records, alt-j,ok kid, kodaline, years & years, errdeka, cro, arctic monkeys, oasis, foster the people, London grammar, the neighbourhood, swim deep, haim, sky ferreira, Lana del Rey, twenty one pilots, kraftklub, one direction, lorde, Bastille, of monsters and men, left boy, alligatoah, Casper und dann halt manchmal noch einzelne Lieder aus den Charts

»So kommt man dem Leib Christi näher und näher; materialistische Reinlichkeit ist Arbeit am Negativen.« –

Nicht um von den Dingen geredet zu haben, man redet zwar fortlaufend von ihnen, will man die Kontingenz der Verdinglichungen auskundschaften. Obzwar es weder möglich ihrer völlig entlehnt noch in irgendeiner Art und Weise total enthalten zu denken, wirkt durch diesen Prozess notwendig, was ideologische Schichten im strengsten Sinne reduzierbar, die Materialität solch ideologischer Maßstäbe in Form ihrer Begriffe, ihrer Ideen und jener elaborierten Methoden zur Darstellung gerinnt, wie verabschiedete Welten. Da doch jeder Akt im Namen der Existenz im Banne des Daseins sich blendet. Diejenigen, die diesen verdinglichenden Akt in bester Gesellschaft mit ihrem verdinglichten Denken irrational als Primat der Praxis beschwören, depravieren widerlicherweise sich und ihre Umgebung mit ihrer schlechten Unendlichkeit. So wie man die Materialität ideologischer Maßstäbe verzeichnet, ähnlich dem, wie man den Fall des Regens von Oben nach Unten hinnehmen muß, gewinnt man eine Einsicht in die  Leere der Materie. Wie nicht einmal willkürlich von mir vermerkt, daß man leider ein Materialist zu sein hat, wirkt es nicht allzu fällig, daß man mit diesem dreiviertelsnärrischen Philosophem, einem der besten Irrtümer des 19. und 20. Jahrhunderts, dem Tod unter der widrigen Zuhilfenahme eines Atheismus, die absolute Maske über gezogen hat, konnte dieser doch nur nach einigen Betrachtungen zeigen, wie der Tod, der, wenn er immer nur der jeweils eigene sein soll, bloß mithilfe einer Maske des Absoluten ein solch schlechtes Schauspiel ablieferte, was man nicht ohne gehörigen Widerwillen registriert.

Schule, Zahnspange, Akne, Familie, Freunde, Brille, Gewicht. Alles bereitet mir Probleme, die ich einzeln schaffen könnte. Doch im jeden “Bereich” juckt es den/die jenigen nicht, was ich sonst noch so bedenken muss. Ich bin überfordert.

anonymous asked:

kannst du erklären wieso man männern gegenübern nicht sexistisch und weißen nicht rassistisch gegenüber sein-mir ist das klar dass es so ist aber ich kann es menschen nie wirklich erklären wenn sie mir widersprechen und darauf beharren?

Es gibt keinen “umgekehrten” Rassismus (Weiße werden nicht wegen ihres Weißseins unterdrückt!). Rassistische Strukturen sind als Macht- und Herrschaftsinstrument zu verstehen. Die hegemonial-dominante Gruppe kann nicht rassistisch unterdrückt werden, sie sind diejenigen, von denen Rassismus als “nationale” und/oder globale gewalttätige Macht ausgeht. Die Behauptung eines “umgekehrten” Rassismus (z.B. auch der “Inländerfeindlichkeitsdiskurs) ist eine Abwehrstrategie zur Machterhaltung und Abwehr von Kritik.

Innerhalb einer rassistisch strukturierten Gesellschaft kann es keine neutralen Positionen im Bezug auf Rassismus geben. Diese Tatsache wird selbst von linken, sogenannten antirassistischen Gruppen häufig übersehen oder ignoriert.

Rassismus ist nicht auf die Intention Einzelner zu reduzieren. Er ist eine “gesellschaftliche und gesellschaftlich produzierte Erscheinung und eine gesellschaftlich vermittelte Handlungsbereitschaft, in der Macht- und Herrschaftsverhältnisse zum Ausdruck kommen” (Mecheril,  194)

“Ethnie” oder “Kultur” werden als Ersatzbegriffe für “Rasse” benutzt und funktionieren ähnlich. (vgl. Hall oder Balibar). “Weißsein“, “Deutschsein“, “der Westen” sowie das hegemoniale Christentum basieren auf Konstruktionen von Gruppen “der Anderen” die rassifiziert werden.

Quelle: https://akuniwatch.wordpress.com/about/

Ganz wichtig bleibt zu erwähnen, dass es dabei um Cis bzw HetenCisMänner geht.
Wenn alle Männer gemeint sind, also bi, homo, trans, intersex, asexuelle etc, dann immer ein Sternchen, also ein * am Ende dazu packen, damit Mensch keine homo- oder transphobie vorgeworfen werden kann.

Ansonsten hat meine Freundin auch vor ein paar Wochen einige Posts dazu gehabt, die ihr - hier - findet.

anonymous asked:

Es gibt jetzt Smileys in allem Hautfarben für iOS. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr mich das freut, auch wenn es irgendwie ungewohnt und unübersichtlich ist, aber ein großer Erfolg Gegen Rassismus und Diskriminierung 🙆🏿

Ey ich dachte da gibts mal ein paar neue coole Emojis aber bei mir sind nur die ganzen neuen Hautfarben bei denen ich alle erstmal wieder von Gelb auf meine Hautfarbe zurück stellen durfte (da stellt sich mir die Frage welche Mensch hat knall Gelbe Haut?!) und zwar einzeln!! Und halt vielleicht 2-3 neue Tiere oder son scheiß

Wo ist der Mittelfinger von dem jeder immer geredet hat? Wo sind die neuen Reaktions Smileys?  

Also ich hätte da jetzt persönlich auch drauf verzichten können. Obwohl es natürlich ein guter Schritt in Sachen Toleranz ist und deswegen eigentlich doch Sinn macht aber wie gesagt wirklich was anderes neues sehe ich da nicht.

thhevoid asked:

Ich habe eine kleine Zeit überlegen müssen, was ich schreiben soll. Ich möchte dir nicht irgendetwas schreiben, ich möchte die richtigen Worte finden. Doch habe ich das Gefühl, danach zu suchen macht es mir nicht leichter. Deswegen, jetzt, hier, ganz simpel - Danke. Ein ernst gemeintes dankeschön. Für die Worte, den Spaß, die Lust und die Interesse, die aufkommt, währenddessen ich deine Zitate, Texte und Gedichte lese.

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich danke dir aufrichtig für diese lieben Worte und deinen ernst gemeinten Dank. Es ist nicht immer leicht, meinen Blog am Laufen zu halten, aber für dich und jede/n einzelne/n begeisterte/n Leser/in mache ich das unglaublich gern.

die bunten Federn habe ich längst verloren, sie sind mir ausgefallen, eine, zwei, drei, vier, hundert nach der ersten. Ich fühle mich wie lebendig gerupft, wie eine Henne mit halb aufgeschlitztem Hals, aber ich ziehe mir einen Schal an und schneide das Kissen auf, klebe mir die Daunen einzeln auf die bläuliche Gänsehaut. Ich tue nichts, aber alles in mir rennt und ich will rufen: ich kann nicht mehr, aber schweige, weil die Stille unterbrochen noch unerträglicher wird.

(Wir markieren die Anon Antworten mal mit den Timestamps der Asks, wollten jetz nich alle einzeln posten)

12:25 Anon: Das Laptop geht aber noch. Und vor allem ist’s grammatikalisch richtig. XD

3:57 Anon: Im Duden steht nicht “der Butter”, weil hier “der Butter” in Nominativ gemeint ist. Und das ist falsch. Jedes weibliche Wort hat im Dativ und Genitiv “der” als bestimmten Artikel. Gilt aber nich. ;-) Insofern kann man aus gutem Grund sagen, dass “der Butter” einfach mal nich geht. Also schon… ich kann auch “der Möhre” sagen, ich darf dann nur nich erwarten, dass ich nich komisch angeguckt werde. :D

breakfastafterten5591 (warum lässt der mich dich nich markieren? sauerei!): Also laut Duden und anderen Websites gibt es nur “das Banner”. O.o

misspetticoat: Oh Gott, die bucklige Verwandschaft… Oh Gott. Oh no. 

3:55 Anon: Keine Ahnung, Anon. Wir haben uns damit nich wirklich befasst. :D

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Neues Sondermodell / New Special Edition

Sie haben nicht umsonst abgestimmt, mit welcher Farbe wir das kräftige Orange kombinieren sollen. Wir haben ein INDIA aus 100%kbA-Baumwolle mit anthrazit auf der paprika-farbenen Kette gewebt.

Mit 240 g/m² ist das „INDIA Pepper“ ein eher schwereres DIDYMOS-Modell. Die Elefanten- und Pfauenparade können Sie mit Orange oder anthrazit nach außen tragen. Einzelne Herren hier im Haus waren übrigens der Auffassung, es handele sich um Dunkelblau und fast könnte man es meinen, wüssten wir es nicht besser.

Das Tuch gibt es hier und wir haben noch nicht allen Stoff konfektioniert: http://www.didymos.de/Babys-tragen/Tragetuch/Limitierte-Modelle/
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We’ve counted your votes considering the combination color for the strong orange. The result is an INDIA made from 100% pure organic cotton with anthracite on a sweet pepper warp.

Weighing 240 g/m², the “INDIA Pepper” is one of our more weighty slings. The parade of elephants and peacocks might be shown with orange or anthracite on the outside. Some guys in our office thought the color to be dark blue, one could almost think so – but we know better.

You can order here, and we’ve not yet ready-made all of the fabric.
http://www.didymos.de/en/Babywearing/DIDYMOS-Baby-Wrap-Sling/Limited-Editions/

anonymous asked:

Erzähl du mal was von die Person die du liebst :D Also die Person die ich liebe war mal meine beste Freundin, sie hat vorher einen Freund gehabt ich war total eifersüchtig und hab immer nur schlechtes von ihm geredet, weil ich sie einfach wollte über alles andere, aber er war auch nicht gerade der treuste also im Endeffekt hab ich ihr meine Liebe gestanden, sie hat mir gesagt das sie nicht mehr für mich empfindet das tut so extrem weh, ich denke jede einzelne Sekunde an diese Person..

ich bin so schlecht in sowas, aber die person die ich liebe ist die, die mich jeden morgen mit einem lächeln aufstehen und abends einschlafen lässt. ich muss ununterbrochen an ihn denken, selbst im schlaf, es ist fast beängstigend dass ich nur noch platz für diese person in meinem kopf habe. er ist soziemlich das beste was mir passieren konnte und ich bin wahnsinnig froh, nach dieser langen ‘kontaktpause’ wegen einem vorfall doch endlich wieder seine gegenwart genießen zu können. er tut mir durch und durch gut, hält mich auf dem boden und hilft mir zugleich wieder auf die beine. ich kenne niemanden, der so ist wie er, niemanden, der auch nur annährend an ihn herankommen könnte, kein stück. er ist, blöd gesagt, einfach ein unikat, und ja mag sein dass jeder mensch irgendwo ein unikat ist, aber er sticht aus der masse irgendwie heraus, weißt du? wie er mit mir umgeht finde ich so verdammt perfekt, weil ich selber die schwierigste person bin die ich kenne und er weiß trotzdem wie er mich behandeln muss, um mich glücklich zu machen. er schenkt die richtigen worte zur richtigen zeit, wenn du verstehst was ich meine. er weiß, wann ich was brauche, wie er mich beruhigen oder aufmuntern kann, wie er mich zum lächeln bringen kann und versteht schlichtweg wie ich ticke. er merkt, wenn es mir schlecht geht und er ist so eine person, mit der man wahnsinnig gut reden kann. er ist nicht nur ein guter zuhörer, sondern er ermutigt einen so gut er kann und ist einfach hilfsbereit ohne ende. falls ich nicht reden möchte tut er alles um mich abzulenken, auch wenn er selber der ansicht ist er könne einen nicht gut beschäftigen bzw. ablenken. meiner meinung nach hat er unbestreitbar das talent, leute zum lachen zu bringen. und solche personen muss man doch sowieso sympathisch finden, oder nicht? aber seine stimme, oh man. seine stimme verfolgt mich, egal wo ich bin. ich mache mir aus den meisten stimmen nichts, aber seine hat eine verdammt beruhigende wirkung auf mich und es gibt meiner meinung nach keine schönere stimme. er hat eben eine stimme, die man sich den ganzen tag anhören könnte, weißt du? und wenn er mich dann auch noch baby nennt, oh gott, dann könnte ich direkt so dahinschmelzen haha. und von seinen augen will ich gar nicht erst anfangen, ich liebe braune augen und er hat noch dazu dunkelbraune, das ist so aw. alles an ihm ist aw, anders kann ich es nicht ausdrücken. er ist dieser eine, über den ich am liebsten alles wissen würde. jede einzelheit. und selbst wenn er eine halbe stunde über seine topfpflanze reden würde, ich würde ihm bis zum ende zuhören, weil er es erzählt. außerdem will ich nebenbei anmerken, dass man wirklich ziemlich gut mit ihm lachen kann. er haut manchmal dinge raus, auf die man im leben nie gekommen wäre und wo man einfach lachen muss. die letzten paar monate habe ich wohl mehr gelacht als das ganze letzte jahr, liegt wohl an seinem positiven einfluss, den er auf mich ausübt. ich bin froh ihn zu haben. und selbst wenn wir nicht ‘für immer zusammen bleiben werden, heiraten und kinder kriegen’, was die meisten immer behaupten ohne sich gedanken zu machen, er hat mir so viel gegeben, ich glaube das weiß er nicht mal so recht. ich werde mich auch in vielen jahren noch an ihn erinnern können, ich werde abends im bett liegen und daran zurückdenken, wie schön es doch war, und hoffen dass er genau in dem moment glücklich ist. ich liebe ihn. und unsere zeit werde ich immer lieben, ganz gleich wie lange das mit uns noch hält.

Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen
Roland Schäfer (Author)

Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen ist eine Einführung in die deskriptive Grammatik am Beispiel des gegenwärtigen Deutschen in den Bereichen Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax und Graphematik. Das Buch ist für jeden geeignet, der sich für die Grammatik des Deutschen interessiert, vor allem aber für Studierende der Germanistik bzw. Deutschen Philologie. Im Vordergrund steht die Vermittlung grammatischer Erkenntnisprozesse und Argumentationsweisen auf Basis konkreten sprachlichen Materials. Es wird kein spezieller theoretischer Rahmen angenommen, aber nach der Lektüre sollten Leser in der Lage sein, sowohl deskriptiv ausgerichtete Forschungsartikel als auch theorienahe Einführungen lesen zu können. Trotz seiner Länge ist das Buch für den Unterricht in BA-Studiengängen geeignet, da grundlegende und fortgeschrittene Anteile getrennt werden und die fünf Teile des Buches auch einzeln verwendet werden können. Das Buch enthält zahlreiche Übungsaufgaben, die im Anhang gelöst werden.

This textbook is an introduction to the descriptive grammar of German on the levels of phonetics, phonology, morphology, syntax, and graphemics. It is a recommended read for anyone interested in the grammar of German and especially for students of German philology. The book focuses on how grammatical generalizations are derived from concrete linguistic material while covering a huge number of the important phenomena of German grammar. No specific theoretical framework is adopted in the book but it constitutes an ideal starting point for reading more theory-specific textbooks and accessible research papers. Despite its length, the book is suitable for inclusion in all sorts of curricula because more advanced parts are clearly marked and can be skipped, and the five parts of the book can be read separately. Almost all chapters contain a large number of exercises with complete solutions in the appendix.