clarissahilton

Will alte Erinnerungen mit dir überschreiben.
Klischeehaft Vasen werfen, um endlich anfangen zu weinen.
Hab’ jedes Gefühl auf der Welt schon einmal gefühlt.
Jetzt gibt’s nichts mehr,
jetzt bin ich taub -
du kannst mich nicht berühren.

Weiß noch, wie du nach Hause fuhrst und ich zum ersten Mal spürte, Liebe.
Ich nahm sie auf, sie saugte mich voll,
ich konnte mich identifizieren.
Sie war die Wärme, sie war mein Glaube, sie war nur wegen dir da.
Und als du gingst, nahmst du sie mit -
ich musste taub gefrieren.

Sag, wie soll ich nur hier bestehen, wenn ich so viel fühle?
Ich darf Keinem die Chance geben, mich zu regenerieren.
Sag, wer hält meine Stärke aus, wer kann die Schwäche tragen?
Wer gibt mir Ruhe, doch beantwortet alle meine Fragen?

Könnt’ schon verstehen, wenn ich Niemand finde, der mich zähmt.
Machmal, da wünschte sogar ich, ich wär’ dir nie begegnet.
Schon scheiße, das alles, was ich lieb’ mit dir zu tun hat.
Ich existiere weiter -
nur das in völliger Ohnmacht.

—  Wo gehen all die Gefühle hin, wenn man nichts mehr fühlt?
Ich mach dir keinen Vorwurf für deine Schuld

Du kennst nicht diese Art von Schmerz, der so tief in dir sitzt, dass du gar nicht traurig bist. Die Art zu vergessen, um ungeschehen zu machen oder die Weise drüber zu lachen, gerade, weil es so schlimm ist. Du kennst nicht die Weise, ein Buch so zu lesen, dass die Bilder in deinem Kopf zwischen den Zeilen existieren oder gar die Bedeutung eines Buches, die schlimme Stunden vergessen lässt. Du weißt immer wie ich handle, aber oft nicht wieso. Weißt, dass ich denke, aber nicht woran. Du verstehst nicht, dass ich nachts in dunklen Gassen spaziere, gerade, weil ich Angst spüren will. Weil ich manchmal taub bin, und kaum noch irgendwas empfinden kann. Du kannst dir nicht vorstellen, dass man so kaputt sein kann und nicht mal die Kraft aufbringen kann, sich anzuziehen. Nicht, weil man bis tief in die Nacht ferngesehen hat, sondern weil man es nicht fertig kriegt, seine Jeans aus dem Schrank zu holen. Du verstehst nicht, dass ich rausgehe, wenn es regnet und lieber quatschen will, als reden. Dass ich manchmal abhaue und träume, um für die Realität nicht erreichbar zu sein. Du verstehst nicht, dass der Kopf manchmal dicht macht und man die Flaschen im Supermarkt umdreht, um die höchste Prozentzahl zu wählen.  An Tagen wie diesen denke ich: Was weißt du schon, wenn du deine Gedanken nicht mit dir ausmachst, sondern mit der ganzen Welt, um verarbeiten zu können. Ich glaube, irgendwann erreichst du die Grenze und machst es lieber mit dir aus, vielleicht wirst du mich dann endlich verstehen und kennen. Aber weil du nie wagst, wirst du immer dort stehen bleiben, wo du bist. Vor der Grenze, die den Alltag vom Leben abgrenzt und dich lebendig macht.

359

In sechs Tagen ist es es ein Jahr her,  dass ich dich das erste mal sah.

Schon komisch, dass wir uns zu dieser Zeit keinerlei Pralleren in unser Zukunft bewusst gewesen sind.

Es ist ein Tag wie jeder andere. 

Ich weiß noch genau, wie ich dir damals sagte, man könne theoretisch jeden Tag Geburtstag haben.

Du hast mich immer verstanden und auch all meine ausgeklügelten, unstimmigen Theorien vom Leben.

Ich brauche mich nie erklären. 

Du sagst, du liebst dieses Funkeln in meinen Augen, wenn ich mal wieder völlig begeistert bin und dich mit diesem Feuer anstecken möchte, dich förmlich in Brand setzen möchte, weil ich so intensiv empfinde.

“I’m gonna kill you, because I love you so much.”

Vor diesen 359 Tagen sind wir Fremde gewesen, heute ist die Welt ohne dich eine fremde Welt für mich.

Ich weiß noch, wie wir uns davon anstecken ließen, wie andere Pärchen das Datum des Zusammenkommend zu feiern. Wir haben es versucht, aber das sind nicht wir. 

Ich denke jeden Tag an dich, es vergeht kein Tag den ich ohne dich beenden möchte, an dem ich nicht realisiere was für dein Glück ich habe. 

Der große Tag ist dieser, an dem wir uns das erste mal gesehen haben, denn wäre dieser Tag nicht gewesen, wären die anderen Tage nicht gefolgt.

Ich habe es so geliebt, dass wir uns so innig verstanden habe und dass ich mir bewusst war, du kannst alles an mir nachvollziehen. Denn das ist es, was mir all die Jahre zu schaffen gemacht hat: Das Gefühl mich andauern erklären zu müssen und das immer einem Gegenüber, welches mich niemals verstanden hätte.

Es ist heute noch genau so. 

Mit dir kann man alles tun, was ein Leben nur bereichern kann und vorallem Leben. Du machst mich so lebendig.

Wenn du mir im Café gegenübersitzt und länger redest, ohne auf den Punkt zu kommen, fang ich immer wieder damit an, dich anzusehen. Dein Gesicht ist mir so vertraut geworden, dass es mich hin und wieder schockiert, dass du in der Bahn einfach aussteigst, an einer Haltestelle und meine Weg ein anderer ist. 

Was ich damit sagen will ist, dass du ein unselbstverständlicher Teil von mir Selbst geworden bist. Ein Teil, der mich schöner, reifer, offener, kreativer, selbstbewusster, ausgeglichener, ruhiger, neugieriger und vorallem unendlich zufrieden gemacht hat. 

Du bist der Teil an mir, den ich am schönsten finde, wenn ich in den Spiegel schaue. Und nach all dieser Zeit, die vergangen ist, hat sich nur verstärkt, was ich Anfangs schon vermutet habe: Ich werde mich in dich verlieben.

Betrachtet man meinen Lebenslauf, wird schnell klar, dass du mein “wahres Wunder bist”, “meine Sucht”, “das Metronom für den Takt in meiner Brust." 

Ich fühle so tief fundamentiert, dass ich nicht mal das Bedürfnis verspüre Menschen von meinem Glück erzählen zu müssen, damit ich es durch Neid erst spüren kann.

Ich teile es mir dir. Ich teile mein Leben mit dir und ich bin froh, dass ich es tun darf. Dass wir zur gleichen Zeit auf dieser Welt existieren und dass du mich aus meiner Vegetation gerettet hast. Ich werde dich nie zu 100% auswendig kennen, jedoch immer denken, dass ich es tu, bis du mich wieder überrascht und noch glücklicher machst.

Du bist der aufmerksamste und einfühlsamste Mensch, der mir in meinem Leben je begegnet ist und es reichen Kleinigkeiten aus um den anderen wissen zu lassen, wie immens präsent er in unserem Leben vertreten ist.

Ich weiß, dass ich nie wieder ein solches Glück haben werde und du weißt, dass ich schon fast panische Angst davor habe, im Glück zu ersticken oder gar enorme Abstriche zu machen, was zum Beispiel die Gesundheit anbelangt.

Aber so ist es nicht.

Es ist so einfach und leicht dir zu sagen, was ich fühle, weil ich dich dazu bloß anschauen brauch, egal von welchem Thema du gerade redest, weißt du genau, was ich dir zu sagen habe.

Du hast mein Leben wirklich auf den Kopf gestellt. Ich habe einen neuen Blickwinkel bekommen, alte Sachen sind von mir abgeflogen und mein Kopf, der wurde tomatenrot durch dich.

Ich weiß, dass du weißt, ICH LIEBE DICH.

Eure Meinung: Ist das Slam-tauglich?

Auszug

Irgendjemand

Ich bin schon Irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Gehe gerne auf Konzerte und beweise mich.
Jeden Tag aufs Neue, zwei Stunden fürs Schminken
Und wenn ich teuren Schmuck an hab, trau ich mich dir zu winken.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Geh Sonntags in die Kirche, Freitags meditiere ich.
Ich glaube nicht an Gott und ich bin auch kein Buddhist,
doch liebe Buddha-Dekoköpfe und den ganzen Kitsch.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Geh gerne in Museen, und gerne bild ich mich.
Nicht immer, Quatsch das stimmt nicht, das wäre viel zu öde.
Ich trink auch gern ein Glas zu viel, und werde dann ganz blöde.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Geh gerne an die Ruhr, nur schwimmen kann ich nicht.
Ich kann die Zunge rollen, dafür aber nicht pfeifen,
und wenn ich doch mal ehrlich bin, kann ich schnell übertreiben.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Hab Angst viel preiszugeben, aufzufallen egal in welcher Sicht.
Ich kann mich nicht entscheiden, ich will alles haben.
Am nächsten Tag, wenn ich’s dann hab, könnt ich schon wieder klagen.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Ich laufe Richtung Ziel, doch ich glaub, ich erkenn es nicht.
Egal wie nah ich dran bin, vielleicht bin ich auch schon drüber.
Wer Freiheit wünscht, der steht über die Einsamkeit schon drüber.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Manchmal da lieb ich alle, manchmal lass ich alle im Stich.
Ich fange alles an, ohne etwas zu beenden.
Das gibt mir Sicherheit, ich würd mich nicht verschwenden.

Ich bin schon irgendjemand, nur ich weiß es nicht.
Es gibt soviele Schubladen, manchmal da wünschte ich;
ich würd in einer stecken, mit dem Stempel auf der Stirn,
dann wäre ich endlich sicher, wo ich hin gehör.

Generell, da will ich gar nichts sein, von allem bloß ein bisschen.
Entscheid ich mich,
hab ich Angst zu versäumen,
also bin ich wohl ein Schisser?

Es ist so simpel, was Kafka schreibt. Ohne unsere Entscheidungen verändert sich in unserem Leben nichts. Die Frage ist viel mehr, was können wir entscheiden und wie tuen wir das. Manche Entscheidungen zeichne sich dadurch aus, nicht getroffen zu werden.
“Deine Hand liegt in meiner. Mein Leben ab heute in deiner Hand. Kein Licht schien je klarer und reiner”
Wir sind Helden - Nichts, das wir tun könnten
Du weißt, dass man nie planen kann, wie lang etwas andauert, wie man seine Gefühle in Zukunft vergeben wird, aber ich schwöre dir, ich setzte mein Leben dran für immer deine Hand zu halten. Ich weiß, dass man so ein Glück nur einmal hat. Nur einmal so eine Basis um darauf aufzubauen, Fakt ist: Diese Basis bleibt, solang wir sie sehen und achten. Du bist das wunderschönste Beispiel um an die Liebe zu glauben.

Schlaf gut

Ich liege im Bett und du fängst an zu erzählen. Wir haben uns fast ein Jahr nicht mehr gesehen. Nur wahrgenommen, die Hand gehoben, du hast laut gehupt und ich hab nur geschmunzelt. Jetzt liegst du wieder neben mir auf dem Bett und wir starren beide die Decke an. Ihre weiße Farbe löst sich allmählich auf und ich sehe leuchtende Punkte, du sagst das sei normal. Dann springst du auf, rennst in meinem Zimmer rum mit einem Luftgewähr in deiner Hand. Ziellos änderst du deine Schussposition, immer auf der Hut vor unsichtbaren Gegnern, die dich zuerst mit ihrem Luftgewähr töten könnten. Langsam verstehe ich, dass du eine Szene nachstellen willst. Ich richte mich auf. Du scheinst unbeeindruckt, machst Schüsse nach und bemerkst nicht, dass du dabei Spuckst. Oder vielleicht ist dir auch alles scheißegal. Ich stehe auf. Ich stehe drauf. Ich stehe auf scheißegal. “Wo ist die Lieferung”, schreie ich dich an während ich auf dich zugehe. Dein Blick richtet sich langsam auf mich. Du schaust mich kalt an: “Alles da, kein Grund zur Unruhe.” Ich komm dir näher, es sind nur paar Zentimeter zwischen uns. “Red nicht so mit mir.” Mit meiner Hand forme ich eine Pistole und halte sie dir an den Kopf. “Na? Immer noch so vorlaut?” Wir reden ohne die Augen voneinander abzuwenden, es scheint als würdest du nicht mal blinzeln. Diese Position gefällt mir. Plötzlich fasst du mich um die Hüfte und trägst mich einfach weg. Wir lachen nicht. Du läufst zum Bett, dann drücke ich ab. Ich simuliere einen Knall und du simulierst den Fall. In diesem Moment fühle ich mich unsterblich, unnahbar, unendlich. Ich fühle mich alles aber nicht unwirklich. Dann vermischen sich meine Gefühle und ich schwimme in dieser Suppe von “SCHEIßE, WAS HABE ICH GETAN?”, “Ich fühle nichts mehr” und “Küss mich endlich, aber fass mich nicht an”. Ich setze mich auf dich und kippe meinen Kopf, als ich dich anschau. Du starrst mich an. Keine Ahnung, ob du meine kleine theatralische Vorführung unnötig oder geil findst. Ehrlich gesagt mache ich mir keine Gedanken mehr. Alles scheißegal. “Endlich vorbei”, sagst du. Deine Worte klingen trocken. In diesem Moment werde ich unendlich traurig und fange an Dinge zu tuen, mit denen ich es gut machen will. Doch es sind genau die, mit denen ich es noch schlimmer mache. Mit denen ich es wieder zerstöre. Dinge, mit denen ich Menschen zerstört habe und meine Gefühle zerstört habe. Ich will alles kalt stellen, einfrieren und dann an genau dieser Stelle wieder weiter fühlen, wenn ich es wieder aushalten kann. Wieso geht das nicht? Ich stelle mich kalt und fühle mich leer. Leer genug um dich zu küssen. Leer genug, um wieder mit dir ..

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  1.  Poste immer die Regeln
  2.  Beantworte die Fragen und stelle elf neue
  3. Tagge elf Personen und verlinke sie im Post
  4. Sage ihnen, dass du sie getaggt hast

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Fragen:

  •  Tee oder Kaffee - beides. Aber jetzt im Winter jeden Tag Tee :-)
  • Houseparty oder feiern gehen: Houseparty!
  • Mein momentanes Lieblingslied: Fluch der Besten von Prinz Pi
  • Optimist oder Pessimist: Optimist mit pessimistischen Gedanken haha
  • Einer deiner komischsten Ticks: Ich lose oft aus, wie ich handeln soll und tu’s dann auch je nachdem, welchen Zettel ich gezogen hab haha
  • Wandfarbe deines Zimmers: weiß und so Lavendel-Farbe (aber ich häng gern alles voll)
  • In welcher Stadt wohnst du: Bochum WaTTenScHEiD
  • Magst du Kinder: Jaaaa, sehr (aber nur gut erzogene höhö) 
  • Auch jemals den Gedanken gehabt, Schüler von Hogwards zu sein: OH JA! Schon allein wegen der Süßigkeiten im Hogwards-Express!
  • Hast du irgendwelche Allergien? Ja, richtig Scheiße ist das. Ich werd seit letzter Woche zum zweiten Mal wieder für drei Jahre hyposensibilisiert wegen Gräser und Pollen. Ich muss sonst von Februar bis Oktober Tabletten nehmen und im Frühjahr und Sommer krieg ich kaum Luft.
  • Welche Filmwelt würdest du gern zur Realität werden lassen: Hm, ich steh nicht so auf Fantasy. Oh, aber doch, ich weiß es.. Die vom Grinch!!!

 Meine Fragen:

- Sollte man den Ärmeren zur Weihnachtszeit eher Geld geben als sonst? - Hast du einen Lieblingsplatz? - Wenn du dir ein Talent aussuchen könntest, welches wäre das? - Sollte man sich für Menschen, die man mag aufopfern, obwohl man weiß, dass sie nicht das gleiche für einen tun würden? - Was ist dein Lieblingstee? - Was ist für dich das perfekte Alter um so richtig zu leben? - Wie sehr findest du dich im “Schubladendenken” wieder? - Wie würdest du 5 Minuten nutzen, in denen du dein Idol triffst? - Gibt es Träume, die du immer wieder träumst. Wenn ja, welche? - Schreibst du Tagebuch? - Wie findest du Silvester?

Taggs:

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und http://hinterblauenaugen.tumblr.com 

:-)



# yolo

Am Liebsten würd’ ich all diese Jahre überspringen.

Anfangen zu arbeiten, viel unternehmen, hin und wieder mal einen trinken und über das Leben philosophieren. Am Sonntag dann kaum was erledigen, zusammen was kochen und Filme gucken. Eine große Wohnung in der Stadt kaufen und nach für nach Möbel dazu holen, wenn das Geld reicht. Und wenn nicht, dann juckt’s auch nicht. Hauptsache ein Dach, ein Bett und Liebe - wie in Hippie-Zeiten. Die meisten Leute in meinem Alter widern mich an. Ich hab keine Lust auf 0815 Gespräche mit Menschen in Markensachen, für die man so lang gespart hat, dass seine Eltern sich richtig opfern mussten. Dann jede Woche das gleiche Shirt anziehen, denken man hat Style und Geld und nuttige Mädchen in den gammelisten Clubs aufreißen, um es sich zu beweisen. Ich glaub, was ich am meisten hasse ist, dass sich alle immer behaupten wollen und allen gefallen möchten. Es ist verdammt schwer, sich gegen alles zu stellen und auch nüchtern auf alles zu scheißen und wenn du dann soweit bist, musst du dran verzweifeln, dass du dieses Leben in diesem Alter mit keinem teilen kannst, weil einfach alle viel zu festgefahren sind.  

Meine zukünftige Biografie

Weil Sehnsucht keine Grenzen kennt, bastle ich einen Masterplan. So einen Masterplan, wie wir sie früher gebastelt haben. Obwohl wir wussten, dass sie nicht aufgehen können. Zugegeben würde ich gar nicht sagen, dass sie so unrealistisch sind. An manchen Tagen glaube ich sie sogar selbst. Das mag daran liegen, dass ich zu viel träume. Ich träume tagsüber so viel, dass ich nachts nicht länger als vier Stunden schlafen kann. Dann habe ich morgens keine Kraft und gehe nicht in die Schule. Aber ich sag mir, solang mein Zeugnis gut aussiehst, chill ich mein Leben. Wenn ich nicht weiß, was fürs Wochenende geplant ist, überlebe ich die Woche nicht. Nur noch ein gutes Jahr und ich bin hier weg. Dann sind achtzehn Jahre vergangen und ich habe endlich mein Abitur geschafft. Ich werde mich an Unis aus ganz Deutschland bewerben, die das anbieten, was mir bockt. Und dann hau ich ab. Ich werd dort hingehen, wo mich das Schicksal hinbringt. Und dann, wenn mein Studium nach vier, fünf Jahren beendet ist, werde ich jemanden gefunden haben und ihn heiraten. Ich werde in eine schöne helle, große Altbauwohnung in der Fußgängerzone ziehen mit einem Balkon auf der Sonnenseite und jeden morgen bei Sonnenaufgang dort frühstücken. Dann unternehme ich Reisen um die ganze Welt und wenn ich wieder zurück bin, hole ich mir zwei Katzen aus dem Tierheim. Ich werde jedes Jahr meinen Jahrestag feiern und dabei versuchen, all die alten Träume zu ersticken. Die alten Träume, die ich mir nicht erfüllt habe. Ich werde von meinem Mann in höchsten Tönen sprechen und wenn mir mal wieder nichts einfällt, werde ich an dich denken. All die Jahre werde ich versuchen, glücklich zu sein und dann begreifen, dass mein Glück erst vollständig ist, wenn du wieder bei mir bist. Also greift meine Hand zum Telefon und ruft irgendeinen Fernsehsender an, der dich sucht und hoffentlich auch finden wird. Nach all diesen Jahren scheint unser Kontaktabbruch wie aufgehoben und ich werde dir sagen, dass ich all die Jahre an dich gedacht habe. Dass ich dich nie vergessen konnte, auch wenn ich mir tausendmal gewünscht habe, ich hätte es. Dann werde ich von dort, wo ich lebe, bis ans Ende der Welt fahren und alles stehen und liegen lassen für dich. Ich werde nie wieder daran denken, zurück zu kommen. Heimat ist dort, wo das Herz ist. Also war ich ohne dich mein halbes Leben obdachlos. Wir werden uns dann also in 50 Jahren wieder sehen, total alt und verschrumpelt und ich werde dir sagen, dass du wünderschön bist. Und ich werde weinen, weil all die Jahre ohne dich Verschwendung gewesen sind. Nachts werd ich Albträume kriegen. Solche in denen das alles nie passiert ist und du wirst mich wecken und ich werde jeden morgen aufs Neue sehen, wie schön du bist. … Ach scheiße, ich träum zu viel

music-saves-people asked:

34 bitte

“Was denkst du, warum sind deine Freunde mit dir befreundet?”

Voll die schwierige Frage. Ich denke weil ich gar nicht nachtragend bin und selbst auch offensichtlich Fehler mache. Und weil ich interessiert bin an meinem Gegenüber und spontan bin und Träume habe, die ich zusammen mit meinen Freunden verwirklichen kann und will. Vielleicht auch weil ich eine eigene Meinung habe und weiß worauf es im Leben ankommt und auch ein bisschen funny bin. Und weil ich mich für jemanden opfern würde und sowieso voll die coole Personality habe. 

THE END von meiner langen Liste

Wenn ich eine Beziehung anfange möchte ich nicht, dass alle mir “Viel Glück” wünschen. Ich möchte selbst so glücklich sein, dass ich es mit Niemandem teilen muss, um es zu raffen. Ich will nichts vom Glück abhängig machen, ich will Sicherheit. Ich will keine Schlösser an Brücken festmachen und Fotostrecken online posten, ich will die Welt neu sehen. Mit anderen Augen, mit deinen Augen. Ich will alles teilen, nicht nur mein Bett. Ich will meine Gedanken teilen und alles geben, meine Gefühle, Einstellungen, Gedanken und alles, was mich noch am Leben hält. Ich will dir die Aufgabe geben, mich am Leben zu halten. Nicht um dich zu verurteilen, sondern um dir alles zu geben, was mir noch geblieben ist. Keine Elektronik, keine Markenanziehsachen, nichts außer mir. Ich will versuchen nicht eifersüchtig zu sein und dich ans Ende der Welt laufen lassen, weil ich so sicher bin, dass du zurück kehren wirst und .. du wirst es tun. Ich werde dir schwören, dass ich für immer meinen Platz auf der Welt mit dir teilen werde und das nicht per Whatsapp. Ich werde Dinge nicht aussprechen müssen, weil du alles weißt von mir. Alles. Ich will endlich die Augen öffnen und wieder diesen Stich spüren, wenn ich am Abgrund tanze und alles an jemandem abhängig machen. Ich will nicht ich sein, nicht allein sein, nicht allein mit all den Gedanken.

Zwischen den Zeilen

Zwischen den Zeilen, da lese ich.
Dort las ich schon immer.
Ich verstehe so oft nicht das Großgedruckte, aber immer die kleinen Zusammenhänge.
Und dort lebe ich, zwischen den Zeilen.
Nie bei einer vollen Aussage, einer unwiderruflichen Aussage.
Immer schwebend ohne zu erfassen.