Du siehst nur Leere wenn du in die Gesichter blickst, alles so gefickt, sowas wie happy end gibts hier nicht, bis das licht erlischt, rauschgift in den adern, traurig aber wahr man, kein traum, das ist drama
—  Krijo stalka
Morgens auf seinem Schoß

Wieso schaust du ihn an, viele lange Sekunden über, als wärst du verliebt, während er sich nicht mal wehren kann? Wegschauen kann er nicht, dich von sich runterschubsen auch nicht, und gleich darauf aufs Klo rennen, sich den Mund haltend, damit er das Erspiebene nicht am Weg dorthin schon verliert, weil er so aus der Fassung ist, das kann er auch nicht. Du sitzt auf seinem Schwanz, hast die Arme über seinem Kopf in die Couch gestützt, wie du es noch am Abend zuvor im Erste Hilfe-Kurs gelernt hast, als die Herzdruckmassage durchgenommen wurde. Seine Hände sind gewissermaßen noch übrig vom Schmusen und liegen irgendwo periphär an deinem Arsch. Und jetzt blickst du ihm ins Gesicht, dass immer so selig gelöst aussieht, die Brauen und die Augen eine heitere Einheit, genießerisch hoch in die Luft gezogen, und die Mundwinkel, du verliebst dich immer in die feinen Mundwinkel der Menschen, das war bei Martha so, und bei diesem Römer mit dieser Paisley-Hose im Despar. Ihr habt einen langen Blick ausgetauscht, und er hat was mit seinen Mundwinkeln gemacht, was du so zum ersten Mal zu sehen bekamst, ich glaube man nennt es Lächeln, aber so sicher bin ich mir auch nicht, und der Moment war auch schnell vorbei. 
Dieser Typ unter dir hat ein Gesicht, das ist ein einziges Lachen. Du hältst seinen Blick, hältst hältst hältst, dann willst du ihn nicht weiter bekümmern, und schnell gibst du ihm einen Kuss auf seinen Mund, der herbsüß schmeckt wie Träumen, und dein Blick gleitet wieder zurück in die Augenhöhlen.

Und ich rufe deinen Namen
Du blickst mich an und siehst mich nicht
Ich will dich nur noch fragen
Was dir der Tod alles verspricht
Ich rufe deinen Namen
Du blickst mich an und siehst mich nicht
Ich will dir nur noch sagen
Ich liebe dich
—  Mantus - Du siehst mich nicht
17/09/14, 15:58

Deine blauen Augen durch bohren mich, während mein Blick weiterhin aus dem Fenster des Zuges gerichtet ist. Du machst das immer, nur heute eben anders.

Ich sehe dich an, lächle. Du zögerst, lächelst ebenfalls. Blickst mir starr in die Augen, als wolltest du lesen was in meinem chaotischen Kopf vor sich geht. Als würde in meinen Augen eine Geschichte stehen, dessen krakelige Schrift du erst noch entziffern musst. 

"Was ist?" frage ich. Weiter lächelnd. "Geht es dir gut?" fragst du mich und ich habe das Gefühl mir würde es den Hals zu schnüren. Natürlich geht es mir gut. Und natürlich ist das eine Lüge. 

Ich räuspere mich, setze ein breiteres lächeln auf, zeige Zähne, schüttle den Kopf. “Klar, warum auch nicht?”. Du blickst mich ungläubig an und zuckst mit den Schultern. “Du bist anders als sonst.” - “Ich bin wie immer!” gebe ich keck zurück und bringe sogar ein Lachen aus meiner Kehle, welches jedoch wie die male davor, sofort wieder verschwindet. “Nein, das stimmt nicht. Sonst strahlst du immer.” Da ist wieder mein lächeln. “Ja, genau so. Nur ehrlicher.” Ich blicke auf meine Hände und zucke mit den Schultern, das eingeübte Lächeln weiter auf den Lippen tragend. 

Casper formuliert schon damals seine Gefühle und Sehnsüchte so treffend, ergreifend und emotional aus, wie es keiner seiner Kollegen auch nur annähernd vermag. Doch die Szene stellt sich gegen ihn. Studentenrapper, Emo-Schwuchtel, Brit-Pop-Spast, weichster Mann der Welt — für seine emotionalen Texte, zu engen Hosen und seine Frisur muss Casper sich ständig solche Sprüche und Beleidigungen anhören. Aber aufhören? Niemals. Weil die Fans sich deine Texte auf den ganzen Körper tätowieren lassen. Weil du dich bei deinen Konzerten schweißgebadet an den Mikrofonständer klammerst und in die Augen der hübschesten Mädels blickst, die nur wegen dir da sind. Weil dir die Jungs nach dem Gig anerkennend auf die Schultern klopfen, da du das sagst, was sie sich nicht trauen.

Du bist mein Schatz, Ich hab dich gefunden
Ich hab dich gesucht, mit meinen Augen verbunden
Ich hab dich gehoben und mir die Hände zerschunden
Jetzt schaust du mich an und blickst verzückt
Sag nur ein Satz, ich les ihn dir von den Lippen
Ich brauch nicht zu hören ich vertrau deinen Blicken
Du brauchst nur zu fragen, wag es nicht mich zu bitten
Und dieses Lächeln, dass dich schmückt, provozional zu meinem Glück

Du sagtest du willst ein Lied, dann komm schon und nimm es dir
Kann es nicht brauchen, ich hab keine Verwendung dafür
Jedes Wort ist gelogen, ich finde das passt zu dir
Ja ich finde es steht dir gut (2x) Ich finde es steht dir gut!
Und du bist verlassen, ich lass dich am Boden
Die Erde verbrannt, hier ist nichts mehr zu holen
Und in unseren Schlössern aus Sand wird niemand mehr wohnen
Sie verschwimmen im Meer und das gibt sie niemals wieder her
Du willst ein Lied, ich will ans Meer!

Du sagtest du willst ein Lied, dann komm schon und nimm es dir
Kann es nicht brauchen ich hab keine Verwendung dafür
Jedes Wort ist gelogen, ich finde das passt zu dir
Ja ich finde es steht dir gut (2x) Ich finde es steht dir gut

Du bist ein Satz, ich hab dich gesprochen
Ein sprödes stück Glas, schlussendlich zerbrochen
Ein tritt in die Scherben, durch Haut und durch Knochen
Zeit heilt alle Wunden, wie du weißt, der natürliche Verschleiß

Soll ich dir sagen warum ich so sauer auf sich bin?
Einfach weil du ein Trottel bist und nichts mehr blickst. Es ist inakzeptabel so mit seiner Freundin umzugehen. Ich bin bald wieder in deiner nähe und wenn sich dein Benehmen nicht ändern sollte, dann weiß ich noch nicht was ich machen werde. Du tust mir einfach so weh mit deiner Art und deiner Wortwahl, das glaubst du nicht. Du schreibst es zu mir und ich bin nicht fähig dir zu antworten, weil ich dann erstmal weinen muss und als Antwort schreibe ich dann das ich erstmal nicht mehr schreiben will, weil ich alleine weinen will. Du tust mir so oft so weh und du selber bemerkst es nicht. Es mag sein das es ist weil wir uns jetzt 2 Monate nicht gesehen haben, aber trotzdem geht man so nicht mit einem bae um. Du siehst es einfach selber nicht, wie überfordert du mit deinem eigenem Leben bist, weil du dir so viel vornimmst, dass du ‘gar keinen Kopf für eine beste Freundin oder einen besten Freund hast’ , also wirst du auch keinen Kopf für eine feste Freundin haben. Mal gucken wie lange das noch so weiter geht, aber du musst mal selber auf die Idee kommen was an deinem Leben zu verändern. Du bist alt genug.

anonymous said:

Blickst du bei Sarah und Basti noch durch. Hätte eigentlich gedacht das wäre jetzt endlich zu ende und dann kommt der vater mit seiner aussage -.-

Ehrlich gesagt NEIN…Ich er verstehe keinen so wirklich . Ich meine ich kann mir einfach nicht vorstellen dabei der WM alles gespielt War…weil es kann nicht sein das 2 Monate (eig. Ja 2 Wochen bei Basti Geburtstag) später alles vorbei ist nach 7 jahren….weißt du wie ich meine?

Julian Korb imagine part 3

Die Tage vergehen langsam. Deine Vorfreude auf das Spiel im Stadion wächst und wächst immer weiter an. Doch wie du das Problem mit David beiseite schaffen kannst, weißt du noch immer nicht. Du hast einfach nicht genügend Kraft, um dich alleine gegen ihn zu stellen. Eine Freundin um Hilfe bitten? Lieber nicht. Dann müsstest du ja über alles reden und auch dafür fehlt dir einfach die Kraft. Nun ist es endlich soweit und du blickst überglücklich in deinen Kalender. ‘Fußballspiel’, ja heute kann es endlich losgehen. ‘Jana!’ hörst du deinen Freund aus der Küche rufen und eilst dann schnell zu ihm, um ja keinen Ärger zu bekommen. ‘Ja David?’ gibst du ihm kleinlaut zurück und lehnst dich gegen die Spühlmaschine. ‘Wo ist mein Essen Baby?’ fragt er dich nun ein wenig entsetzt und lässt seinen Blick auf die Uhr schweifen. 10 Uhr morgens. ‘Ich fange gleich an es vorzubereiten. Rührei?’ gibst du ihm nun fragend zurück und bekommst von ihm durchs Haar gestrichen.‘Ja, bitte.’ lächelt er dich an und gibt dir einen Kuss auf die Wange, bevor er die Küche wieder verlässt. Wieso kann er denn nicht immer so zärtlich sein? Schweren Herzens schüttelst du deinen Kopf und wartest auf den Moment, um David endlich von dem heute anstehenden Fußballspiel zu erzählen. Aber irgendwie ergibt er sich nicht. ‘Wie wärs wenn wir heute Abend essen gehen?’ fragt dich David nun und stopft sich ein Stück Brötchen in den Mund. Er kaut und starrt dich dabei regelrecht an. ‘Ich kann nicht.’ platzt es nach wenigen Sekunden aus dir heraus und lässt David auf einmal ganz aufmerksam werden. Sofort runzelt er seine Stirn und möchte von dir wissen, weshalb du nicht kannst und wo du schon wieder hin willst. ‘Naja, heute ist doch das Fußballspiel…ich gehe da mit zwei Freundinnen hin.’ erklärst du ihm ein wenig eingeschüchtert und nimmst ein paar kräftige Schlücke Kaffee zu dir. David räuspert sich. ‘Wenn du meinst.’ brummt er nun und verlässt schlagartig den Tisch. Du beschließt einfach dein Ding zu machen und so wenig wie nur möglich über David nachzudenken. Bringt ja schlussendlich doch alles nichts. Nachdem du das Frühstück abgeräumt hast, verschwindest du im Bad und machst dich Stadion fertig. Trikot, Fanschminke und Schal. In ca. einer Stunde solltest du spätestens bei deiner Freundin sein. Zu dritt werdet ihr dann zum Stadion fahren und dann kann es auch schon losgehen.

…und was bleibt mir noch, wenn er weg ist?
Die Menschen meinen immer, man soll in der Gegenwart leben, die Vergangenheit hinter sich lassen und an die Zukunft denken. Aber wie kann ich an die Zukunft denken, wenn ich nicht einmal weiß, wie sie aussieht? Und jeder Versuch, mir eine Vorstellung des Ganzen zu machen, in einer Enttäuschung enden kann. Und wie kann ich die Vergangenheit hinter mir lassen, wenn es mich doch zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Ein Meer aus Gefühlen. Sie hat mich gelehrt, dass Menschen zwei Gesichter haben, dass man sehr wohl zwischen gut und böse unterscheiden sollte und, dass es beide Seiten gibt. Dass wir mit Enttäuschungen klar kommen müssen, dass uns nicht jeder hilft und nicht jeder helfen kann. Das deine Probleme immer deine sein werden und du mehrere Emotionen hast und Andere auch. Glück ist ein Zufall und Liebe ist einer davon.
Und wenn du zurück blickst und es mit der Hier und Jetzt vergleichst, dann wird dir klar, dass dies Beides zusammen hängt. Denn was du jetzt bist, ist deine Vergangenheit. Deine Geschichte, die du jeden durch deine Art zeigen kannst. Dein Charakter, der dich beschreibt und dich von Anderen unterscheidet.
Und deine Maske wird dich vor Betrügern schützen. Betrügern, die sagen, dass deine Vergangenheit doch schon längst vorbei ist. Und du selber bist so ein Betrüger. Denn du selber glaubst ein wenig an die Zukunft. Jeder malt sich sein kunterbuntes Leben auf. Ein Leben ohne Böse. Ein Leben in dem du nur Spaß hast, läufst, ohne hinzufallen, lachst, ohne aufzuhören, lebst, ohne je gestrandet zu sein. Und du merkt, wie diese Vorstellung immer unrealer wird. Immer mehr verschwimmt und du immer weniger daran glaubst.
Und du bist in der Gegenwart und wartest auf die Zukunft, auf dein Leben. Und denkst vor und zurück, läufst mit hinfallen, aber stehst wieder auf, denn du hast nur dieses eine Leben und du musst das Beste daraus machen. Und wenn du schon lebst, dann richtig. Leben musst du eh. Dann ändere etwas, denn du kannst es. Vielleicht brauchst du ein paar mehr Anläufe und vielleicht war dein Zurück schlimmer als meins, aber hey, wir sitzen jetzt trotzdem alle hier in der Gegenwart warten auf die Zukunft. Warten auf etwas Neues, Schönes, Überraschendes. Aber wir müssen dafür aufstehen und kämpfen, denn das Leben ändert sich nicht von heute auf morgen. Du kannst nicht immer davor Angst haben zu Fallen. Wir lernen aus Fehlern, sie sind da um gemacht zu werden und jeder trägt sie mit sich rum. Und jeder hat seine Eigenen, die ihn auf den richtigen Weg führen. Denn unsere Taten, sind unsere Zukunft. Und auch sie sind irgendwann unsere Vergangenheit.
—  Unser Leben
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