belichtungsmesser

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[Tutor Tip] 

Ohne die Lichtmessung geht es nicht! Die immer wieder auftauchende Frage ist: brauche ich einen externen Belichtungsmesser oder reicht der, der in meiner Kamera eingebaut ist aus? 

Im allgemeinen kann man sagen - wenn im Studio gearbeitet wird oder mit externen Blitzen im freien dann ist auf jeden Fall ein externer Belichtungsmesser von Nöten um ISO, Blende und Verschlusszeit aufeinander abzustimmen. 

Bei natürlichen Licht kann man einen Belichtungsmesser verwenden aber die in die Kameras eingebauten sind heutzutage so gut das man auch damit professionell arbeiten kann. Wichtig ist zu verstehen, wie das Ganze funktioniert und das keine Methode uns eine 100% richtige Messung liefern kann. 

Das kann man anhand der Beispiele sehen. Alle sind innerhalb von 20 Sekunden aufgenommen um die gleiche Lichtsituation zu zeigen. Wenn ich mir diese Bilder ausschaue ist keins davon “perfekt” oder “korrekt”. 

Der externe Belichtungsmesser ist hier sicher besser der er das Licht was auf die Szene fällt misst. 

Der eingebaute misst die hellen Stellen und berechnet damit eine Unterbelichtung. 

Die “Moral” hier ist: es kommt nicht auf das benutzte Equipment an sondern darauf zu verstehen wie es funktioniert und was gemessen wird um dann zu entscheiden was die beste Methode ist. Der eingebaute Blitz kann zum Beispiel vom eingebauten Belichtungsmesser nicht mit berechnet werden das die Belichtungsmesser darauf nicht ausgelegt sind. 

Experimentieren ist hier wichtig um sich mit der eigenen Kamera vertraut zu machen und die verschiedenen Motoren zu verstehen. 

- PI TUTOR, Edmond Archer.

Edmond’s Website:

http://500px.com/MrIves

Wollt ihr mehr über unseren Kurs erfahren? www.dasfotografieinstitut.de

In den USA habe ich begonnen, auf Großformat zu fotografieren. Die Negative sind einzelne Stücke, kein Film von der Rolle. Und Großformat nennt es sich, weil ein solcher Planfilm 4×5 Zoll Fläche hat, also etwa 10×13 Zentimeter.

So nahm ich letztes Wochenende die Super Speed Graphic mit auf einen privaten Tripp nach Meissen. Nach zahlreichen Justagearbeiten und Testfotos sollte sie jetzt beweisen, was in ihr steckt. Und sie tat es!

Ich hatte die Möglichkeit vom anderen Elbufer aus die Augustusburg zu fotografieren. Sie ist nicht nur als Geburtsstätte des Meissner Porzellan weltbekannt, sondern ist auch Ursprungsort Sachsens. Das Wetter war trüb, aber regenfrei. Der Belichtungsmesser zeigte mir eine viertel Sekunde bei Blende 16. Das funktioniert selbstverständlich nur mit Stativ. Zumal die Komposition des Bildes und Scharfeinstellung mittels Lupe auf der Mattscheibe geschieht. Ganz so, wie man es aus sehr alten Filmen kennt, wo der Fotograf hinter seinem Kamerakasten unter einem schwarzen Tuch verschwindet.

Was aber ist nun das Besondere, das es wert ist hier einen Beitrag zu schreiben und anderer Leute Zeit in Anspruch zu nehmen? In der Überschrift habe ich es angedeutet: Die Detailauflösung.

Das Foto als solches erscheint banal. Man meint, es auch mit dem Handy machen zu können. Nun denn, ganz so ist es nicht. Die Burg steht höher als der Fotograf. Ein leichtes Kippen der Kamera nach oben wäre für den gleichen Bildausschnitt erforderlich. Die Folge sind leichte Verzerrungen, genannt Stürzende Linien. Mit der von mir genutzten Kamera kann man dies durch Verschieben des Objektivs oder der Negativbühne ausgleichen.
Faszinierender, und nur von digitalen Kameras im High-end-Segment im Ansatz erreichbar, ist die Auflösung. Das gescannte Negativ enthält 172.340.172 Pixel. Vereinfacht gesagt sind das 172 Megapixel.

Die Kamera und ihr Objektiv stammen aus den 60er Jahren, sind also über 50 Jahre alt und verrichten einen exzellenten Job. Mit modernen Objektiven von Schneider, Rodenstock etc. würden die Ergebnisse noch beeindruckender ausfallen.

Beim genauen Betrachten stolperte ich über eine der Wetterfahnen an den Türmen der Augustusburg. Sieht man dort das Wappen Sachsens? Auf den letzten Bildern hier im Beitrag ist der Ausschnitt im Verhältnis zum Gesamtbild zu sehen.

Zu guter Letzt und für die Technikinteressierten noch die Daten zum Film: ADOX CHS 100 entwickelt in Rodinal (Adonal) 1:50, 10 Minuten bei 20 Grad.

Faszinierende Auflösung oder die Frage nach dem Wappen auf der Meissner Augustusburg In den USA habe ich begonnen, auf Großformat zu fotografieren. Die Negative sind einzelne Stücke, kein Film von der Rolle.