baktapur

Una delle feste piu’ belle a cui assistere durante un viaggio in Nepal. www.tripaz.net/nepal By @sullestradedelmondo “#Bhaktapur Che la festa di #GaiJatra abbia inizio
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Von gewöhnungsbedürftigen Sitten und Bräuchen im Hinduismus und am Abendbrotstisch...

Hier nun endlich der Bericht unseres laaangen langen Wochenendes:

Sonnabend haben wir uns nach einem Dachterassen-Frühstück mit BACON und Ei auf den Weg nach Pashupatinath gemacht - eine große Tempelanlage mit Krematorium und (dadurch) das größte Heiligtum der Hindus in Nepal. Verehrt wird dort der Gott Shiva (Gott der Zerstörung und der Ekstase).

Mitten durch das Gelände fließt der “Heilige Fluss” - der Bagmati. Wer jetzt glaubt, dass der dann besonders sauber ist, täuscht sich. Denn dort wird die Asche der Verstorbenen hinein geschüttet. Und weiter Flussabwärts dient er als Müllabfuhr. Nur leider hat er dort dann gar keine Strömung mehr, kurzum, es ist vielmehr eine Müllhalde als eine “Abfuhr”… Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu den Verbrennungen. Ich wusste zwar, dass wir eine Art Krematorium besuchen würden, aber als ich dann am Flussufer stand und auf mehreren soganannten “Ghats” die Scheiterhaufen sah und schließlich auch sehr deutlich die menschlichen Körper erkannte, wurde mir doch ein bisschen flau im Magen.

Die Hindus verbrennen ihre verstorbenen Angehörigen an einem öffentlichen Schauplatz! Leute treffen sich dort, Kinder toben herum, überall sitzen Sadhus und… tja… sie kiffen (ich glaube ich muss mal noch einen extra Blog-Eintrag über diese merkwürdigen Erscheinungen erstellen…) - dazwischen die unmöglichsten Touristen mit Helmkameras und ohne jeglichen Respekt vor dem, was dort vor sich geht. Nicht zu vergessen die vielen Affen, die die ganze Angelegenheit irgendwie aufheitern. Nichtsdestotrotz oder doch vielleicht auch gerade deshalb war dieser Ausflug echt beeindruckend und interessant: Wenn ein Hindu stirbt, ist das ja zunächst seine Chance auf eine Wiedergeburt in ein besseres Leben - abhängig von seinem Karma. Sie glauben daran, dass man sowohl als Pflanze, Tier, Mensch oder auch als Gott wieder geboren werden kann, allerdings ist es ihr Streben, sich irgendwann aus diesem Kreislauf der Wiedergeburt befreien zu können (“moksha”). Unmittelbar nach dem Tod werden die Verstorbenen einer rituellen Reinigung (Waschung) unterzogen: sie werden gebadet, mit einer Salbe eingerieben und neu eingekleidet. Die Angehören führen dann verschieden Rituale durch, laufen z.B. fünfmal um den Leichnam herum, was die 5 Elemente symbolisieren soll, und hängen ihm anschließend orangene Blumenketten um den Hals. Dann wird er auf Holzstöße gelegt und angezündet. Kurz darauf wird der Kopf zerschlagen - rituell lösen sich dadurch der Geist und die Seele (“atman”), und der Tod tritt ein.

Es dauert zwischen 3 und 5 Stunden, bis die Verbrennung an sich beendet ist (Frauen brennen länger als Männer! Oh mann, das klingt alles echt wie von einem anderen Stern…) - die ganze Zeremonie kann aber mehrere Tage dauern. Zunächst sind auch nur die männlichen Angehörigen befugt, die Rituale durchzuführen, Frauen dürfen erst später daran teilnehmen. Meist wird am dritten Tag dann die Asche der Verstorbenen in den Fluss gestreut, was nicht bedeutet, dass die “Trauerfeier” dann beendet ist, sie kann noch mehrere weitere Tage dauern. Ein Guide erzählte uns dann noch etwas davon, dass angeblich der Bauchnabel als einziges Körperteil nicht verbrennen würde - und dass dieser dann entweder aufbewahrt (!) oder separat in den Fluss gegeben wird - ausgiebige Internet-Recherchen konnten dies jedoch nicht bestätigen…

Tjaaa… das war also Pashupatinath…

Danach sind wir zu Boudhanath gefahren - einen Ort über den es weniger schlimme Geschichten zu erzählen gibt - denn, das ist mein absoluter Lieblingsort in Kathmandu. Ich liebe diese riesengroße weiße Stupa, die Ruhe, die man plötzlich spürt, wenn man aus den dreckigen hektischen Straßen zu dieser “Oase” kommt, die typisch nepalesische Musik, die aus den kleinen Läden nach draußen dringt, die großen und kleinen Mönche, die ihre Runden um die Stupa ziehen und ganz in sich gekehrt eine Gebetsmühle nach der anderen in Rotation bringen - und - das schönste - die tausend bunten Gebetsfähnchen überall! Die sind einfach toll.

Nachdem wir einmal um die Stupa herum gelaufen sind und die Beine vor allem auch von der Erkundung Pashupatinaths langsam müde wurden, haben wir uns auf eine der vielen Restaurant-Dachterassen gesetzt und uns einen Sirkarni-Joghurt und einen Obstsalat gegönnt - immer den Blick auf Buddhas Augen gerichtet - oder andersrum?

Danach haben wir noch tausend weitere Fotos geschossen und uns dann langsam wieder auf den Heimweg begeben. Abends gab es dann das lang ersehnte Coulant au chocolat bei Chéz Caroline - einen französischen Restaurant - seeeehr lecker! (Ich hatte Spagetti Carbonara - mit BACON! =)

Der nächste Morgen startete sehr spät, ausschlafen ist echt toll =)

Da die Fußball-Mädels auch diesen Sonntag wieder ein Spiel hatten - und zwar diesmal gegen die Police-Army-Damen-Auswahl - und wir uns dieses Spektakel dann doch nicht entgehen lassen wollten, wurde der Baktapur-Ausflug dann auf Montag verschoben - da wir da gleich 2 Feiertage auf einmal hatten: Shivaratri - das wichtigste Fest der Hindus, und President´s Day - den hat Johannes sogar auch gefeiert in Kanada ;)

Dadurch war unser Sonntag also recht entspannt, die Mädels haben leider haushoch verloren, aber es war ein interessantes Spiel ^^

Abends gab es Pizza. Ratet mal was drauf war. Jupp. Berge von BACON:

Lukas und seine Kumpels haben irgendwie einen Bacon-Tick ^^ - diesmal war er karamellisiert! Aber, ich muss zugeben, er hat gar nicht mal so schlecht geschmeckt!

Montag haben wir uns dann aber wirklich auf den Weg nach Baktapur - zum dritten und letzten Durbar Square Kathmandus gemacht, dieser liegt allerdings ein wenig außerhalb der Stadt und als ich das letzte mal dort war, gab es auch noch keine richtige Straße dorthin, weshalb wir das “teure” Taxi vom Summit Hotel genommen haben, statt ein normales, wo man nie wissen kann, ob es nicht auf den nächsten 10 Metern liegen bleibt oder halt einfach während der Fahrt auseinander fällt…

Es stellte sich jedoch heraus, dass mittlerweile eine super Straße gebaut wurde und wir in nullkommanichts da waren - außerdem war kaum Verkehr, denn es war ja Feiertag! Für den Rückweg haben wir dann also doch wieder ein normales Taxi genommen und es hat uns auch heil nach Hause gebracht. Baktapur haben wir von ALLEN Seiten kennen gelernt, denn wir haben uns ganz schön verlaufen ^^ Aber so gab es noch mehr zu entdecken und dann sind wir auch wieder in den Genuss der die-Straße-versperrenden-Kinder gekommen, die an diesem Tag Geld sammeln um Feuerholz zu kaufen, was dann für diverse Feuer und Opferrituale zu Ehren Shivas genutzt wird. Die Taxifahrer müssen dafür an diesem Tag auch immer ein paar Münzen bereit halten, sicher gibt es Karma-Punkte-Abzug wenn man den Kids nichts gibt…!?

Der Durbar Square und diverse andere Tempel in Baktapur sind ziemlich gut erhalten, dort wird glaube ich auch mehr in Restaurierungs- und Instandhaltungsarbeiten investiert, als an den anderen Durbar Squares - auch die Gassen sind sehr nett anzusehen… Wir waren dort auch in einer Papierfabrik - es gibt doch hier überall so tolle Papier-Läden, die ich am liebsten leer kaufen würde, mit selbstgeschöpftem Papier, Lampions, Fotoalben und Fotorahmen - soooo schön! Als ich dort ein kleines Elefanten-Mobile gekauft habe, bekamen wir direkt auch noch eine “Fabrik”-Führung dazu, auf 4 Etagen wird dort handgeschöpft, gefärbt, getrocknet, bemalt, bedruckt (mit mittelalterlichen Druckwalzen), ausgeschnitten und und und… hier mal ein Bild vom Dach der Fabrik:

Zum Abendbrot gab es - na? Jaaa, die Reste der BACON-Pizza. Jetzt reicht es aber auch ^^

So, das war unser langes und doch viel zu kurzes Wochenende, und was habt ihr so angestellt?