arnaut

opens tomorrow, Jan 9, 6-8p:

A ‘Womanhouse’ or a Roaming House? ‘A Room of One’s Own’ Today.
 curated by Mira Schor
 
A.I.R. Gallery, 111 Front St., Brooklyn, NY (#228, Dumbo)

the exhibition “revisits the requisite territory for artistic production by women visual artists suggested by Virginia Woolf’s A Room of One’s Own and articulated at Womanhouse in Los Angeles in 1972. As many around the world are considering reviving the model of the commons as an alternative to global capitalism’s privatization of the social, and as local geographies compete with global identities, this exhibition considers the following questions: What is the room today? Who occupies it? What is the space necessary for an artist to make art in and for whom? Rather than a “Womanhouse” ought we now envision a Rooming House or a Roaming House?” Mira Schor is a painter and writer living in New York.

Artists: Irina Arnaut, Sharon Louise Barnes, Kimberly Brooks, Pauline Chernichaw, Jacintha Clark, Marcia Cooper, Laura Crosby, Amy Finkbeiner, Parisa Ghaderi, Marita Gootee, Marcie Hancock, Nancy Grace Horton, Sara Jimenez, Jeanne Jo, Natanya Khashan, Alex McQuilkin, Lucy Meskill, Megan Mette, Dawn Nye, Kalena Patton, Dominique Paul, Katrazyna Randall, Kaitlynn Redell, Kara Rooney, Caitlin Rueter, Julie Schenkelberg, Hayley Severns, Virginia Claire Sprance, M. Louise Stanley, Evelin Stermitz, Robin Tewes, Gwenn Thomas, Marianne Van Den Bergh, Rebecca Volinsky, Angela Voulgarelis, Jen Waters, Sasha Wortzel, Jayoung Yoon, Nancy Youdelman, Lu Zhang

Wendepunkt Album Review

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal amerikanische Bands wie Gungor oder Benjamin Dunn entdeckt habe. Bands, die zwar auch sehr offen von ihrem Glauben an Gott sangen, dies aber auf eine erfrischend andere, für mich irgendwie viel kreativere und authentischere Weise taten, als das so oft in dem sich ständig wiederholenden Plattitüden getränkten Einheitsbrei namens Lobpreismusik der Fall zu sein schien. Und ich weiss noch, dass ich mich traurig fragte, wieso niemand in Deutschland so etwas in die Richtung macht. Ganz offensichtlich hat entweder das Warten nun ein Ende, oder mein Horizont wird einfach weiter und ich sehe einfach jetzt erst Künstler, die toll und kreativ über Gott und ihr Leben singen. Das waren so ungefähr meine Gedanken nach dem ersten Durchhören der „Wendepunkt EP“ von Egon Arnaut. Denn Egon ist in meinen Augen ein solcher Künstler. Umso spannender für mich jetzt ein paar Zeilen über seine erste Solo EP zu schreiben.

Egon ist dem Einen oder Anderen vielleicht schon mal als ein Drittel des Chris Laas Trios begegnet, mit dem er live viel unterwegs ist. Außerdem ist Er auch auf der wundervollen Heilig CD zu hören, zu der ich den „Was ist Dir heilig“ Text beigesteuert habe. (Hörprobe: http://www.amazon.de/Heilig-Liveworship/dp/B00KMUES8I/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1406825661&sr=8-2&keywords=liveworship+heilig)

Ich muss sagen, ich war sehr gespannt diese EP anzuhören. Und wurde direkt beim ersten Akkord überrascht. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber der erste Track „1001 Meinung“ könnte gut und gerne auch die Menü Musik für NBA Live 2014 sein. Das Intro zumindest. Wers nicht glaubt, überzeuge sich selbst.

Vor allem auch textlich ist das wirklich fast durchweg ganz großes Kino, was der gute Egon hier abgeliefert hat. Meiner Meinung nach zumindest. Was da an Tiefe rüberkommt und sich einem manchmal auch erst beim zweiten oder dritten Hören erschließt ist wirklich faszinierend. Und auch die Bilder, die er mit den Worten malt:

„Ein Stern hat mich gefunden, den Himmel hell erleuchtet, ein Ausweg aus dem Irrweg aufgemalt.“ (aus „Sie sagte ja)

„Wenn Regen fällt, wenn Wasser steigen, Ich stelle mich auf Dich, Mächtigste Flut, du wirst sie teilen, Meiner Hoffnung Fels“ (aus Wendepunkt)

Finsternis liegt auf dem Grund des Herzens. Trübe Einsamkeit. Dieser Ort liegt versunken in der Dunkelheit (aus Gnadenlicht)

Herausgreifen möchte ich auch noch kurz das Stück „Zeichen des Wahnsinns“. Im Grunde ein klassisches Lobpreis Lied. Aber allein schon der Titel und auch sonst die Wortwahl machen es zu einem eher ungewohnten, frischen und man könnte sagen poetischen Zugang zum göttlichen Wahnsinn der Passionsgeschichte. Der Song sollte eigentlich in Zukunft ein Muss sein in sämtlichen Karfreitags- und/oder Ostergottesdiensten.

Musikalisch klingt  das Ganze dann irgendwie wie eine Mischung aus alten Hymnen, modernen Popsongs und elektronischen Elementen. Sag ich jetzt einfach mal so als „Nicht-Musiker“.  

Egon Arnauts EP ist in der Tat ein Gesamtkunstwerk. Wer das Booklet durchblättert wird auch dort mit unterschiedlichen Wendepunkten in Text und Bild konfrontiert. Man merkt das hier jemand am Werk war, der sehr viel Liebe für Details hat und der sich wirklich was bei der Sache gedacht hat. Sowohl im Booklet als auch vor allem bei den Arrangements fällt diese Detailverliebtheit positiv auf und macht diese Platte wirklich zu etwas ganz Besonderem.

Hier könnt ihr Euch selbst mal ein Bild davon machen:

https://soundcloud.com/egon-arnaut/sets/egon-wendepunkt-ep

Und bestellen könnt ihr die Platte direkt hier:

http://egonsmusik.de

https://www.facebook.com/egonsmusik

Meine Anspieltips: Sie sagte ja, Wendepunkt und Zeichen des Wahnsinns

Îmi vor alerga pe urme toate blestemele lumii

Îmi vor alerga pe urme toate blestemele lumii

În munţi pieile roşii ale cerbilor au ieşit pe potecile razboiului/ Păsări de iarnă la poala pădurii s-au strâns/ Prin ceaţă merge o căruţă fără cal/ Calul cu siguranţă e în căruţă se odihneşte-n cojoc/ Iar căruţa e trasă de multiseculara obişnuinţă.

(Jerzy Harasymowicz – „Antirăzboinică”; traducere – Valeriu Butulescu)

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Bat din picior, sunt un murg sătul de spaţii închise, cu pereţi…

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