Feiner Sand oder grobe Kiesel, langer Sandstrand oder verschwiegene Bucht? Zwischen Bray-Dune und Biarritz, verstecken sich in Frankreich an Atlantik, Ärmelkanal und Mittelmeer traumhafte Strandperlen. Meine Top Ten verrate ich euch – und freue mich auf eure Tipps!

Paloma Plage

In den hochherrschaftlichen Villen der zerklüfteten Halbinsel von Saint-Jean-Cap Ferrat  östlich von Nizza logiert der Jet-Set und speist im michelinbesternten Restaurant “Le Cap”. People watching und Strandvergnügen mit Stil verbindet bei Beaulieu die kleine Paloma Plage. Für 16 Euro erhaltet ihr eine rote Liege oder ein Sunbed beim Strandrestaurant. Wer  sparen will, bringt sich ein Picknick mit und legt sich aufs Handtuch.

Miami Plage

Zwischen den Schönen und Reichen im Fürstentum könnt ihr euch auf dem Privatstrand von Monaco in der Baie du Larvotto tummeln.

Pampelonne

Lust auf noch mehr Promi-Sightseeing? Dann ist Ramatuelle bei St-Tropez das nächste Ziel mit seinem 4,5 km langen, feinsandigen Sandstrand von Pampelonne. Fimfans kennen ihn: 1956 wählte ihn Roger Vadims als Kulisse für seinen Kultstreifen “Und ewig lockt das Weib”. Das Nordende heißt Plage de Tahiti. Hier schlürfen die In-People an der Strandbar des Tahiti-Beach kühle Cocktails. Für eine 360-Grad-Ansicht, klickt auf diesen Link: http://www.presquile-saint-tropez.com/datas/panos/pampelonne.html

Calanque

Zwischen Marseille und Cassis verstecken sich unzählige kleine Fjorde mit azurblauem Badewasser in romantischen Felsbuchten. Einige sind nur per Boot oder zu Fuß, andere gut auch mit em Wagen zu erreichen. In diesen Blogs habe ich sie vorgestellt: Calanques von Cassis, Calanques von Marseille.

Cap Agde – Sète

Im Süden das größte Naturistenzentrum der Welt, im Norden das quirlige Hafenstädtchen Sète, das in den Jahren Millionen in den Ausbau der touristischen Infrastruktur gesteckt, die Küstenstraße auf der Nehrung vom Strand an die Bahnschienen verlegt  und neue, kostenlose! Parkplätze angelegt hat: Im Languedoc gibt es nur wenige Strände, die trotz Massentourismus in den beiden Zentren noch immer unberührte Flecken bieten, sobald man etwas den Strand entlang läuft. Und so flach ins Meer abfallen, das Eltern ganz entspannt sind.

Hossegor

Kaum bekannt in Deutschland, aber in Frankreich Kult ist Hossegor, Sylts Buhne 16 an der Altantikküste. Das Surferdorado versteckt sich zwischen Messanges und Biarritz inmitten feinsandiger Dünen. Von August bis Oktober ist die Surfbedingungen am besten.

St-Lunaire

Vier “plages” zwischen Felskap, der eine schöner als der andere: Saint-Lunaire ist für mich der charmanteste Strandort der Smaragdküste. NIcht so mondän wie Dinard, sondern entspannt, familiär, und nicht überlaufen.

Etretat

Der Strand ist zwar mit seinen groben Kieseln nicht unbedingt strandtuchliegefreundlich und bequem, die Kulisse indes ist grandios: Rechts und links zwei eindrucksvolle Felsformationen der Alabasterküste, geradeaus das Meer, das die Kiesel gurgeln lässt, im Rücken ein Bilderbuchstädtchen mit normannischem Fachwerk. Wen wundert’s, dass sich hier schon früh die Künstler getummelt haben? Mehr zu diesem normannischen Idyll findet ihr hier.

Le Crotoy

Eine weite Landschaft mit Watt und Strand, Prielen, Watvögeln, die nach Würmer pickten – und moules frites: Le Crotoy in der Baie de la Somme, die zu den grands site de France zählt, ist der Hotspot des Seafoodtourismus. Besonders am Sonntag. Dann geht es für die Franzosen erst in die Natur, dann zum Sonnenbad an den Strand – und zum Abschluss in eines der vielen Lokale, die hinter der Flutmauer Miesmuscheln in schwarzen Emailletopfen in schmackhaften Suds servieren, garniert mit nicht minder großen Bergen von Pommes Frites.

Île de Béhuard

Wer sagt, dass die schönsten Strände immer an der Küste liegen müssen? Wunderschöne sandige Relaxorte finden sich auch an den Ufern der Loire. Mein Favorit: der feine Sand der Île de Béhuard.

© Fotos: Hilke Maunder, Wikipedia Commons

Meine Top 10: Die schönsten Strände Feiner Sand oder grobe Kiesel, langer Sandstrand oder verschwiegene Bucht? Zwischen Bray-Dune und Biarritz, verstecken sich in Frankreich an Atlantik, Ärmelkanal und Mittelmeer traumhafte Strandperlen.
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Südwestfrankreich Teil 1: Majesteux Bordeaux

Der September war ideal für einen kurzen Abstecher zur französischen Metropole des Weins und der Haute Cuisine.

Bordeaux liegt im Südwesten Frankreichs, in der Region Aquitanien. Wir sind zu zweit mit Easyjet ab Basel geflogen (Flug ca. 50min) und bezahlten insgesamt für Hin- und Rückflug mit Mietauto für eine ganze Woche ca. 550 Franken inkl. 40 Kilo Abgabegepäck. Da wir noch später weiter an die Côte d’Argent ans Meer wollten, planten wir für Bordeaux nur zwei Tage ein.

Entlang der Garonne häufen sich zahlreiche Prachtbauten aus der Zeit des Klassizismus. Am Place de la Bourse geniesst man eine der schönsten Stadtansichten. Bei den vielen Wasserfontänen entsteht ein kühler Begegnungsort für Sonnenhungrige, die nach Abkühlung suchen. Wer an der französischen Kultur teilhaben möchte, sollte unbedingt am Place des Quinconces, mit 126.000 m² Fläche einer der grössten unbebauten Plätze Europas, vorbeischauen. Oft begegnet man hier zahlreichen Boulespielenden. Boule, auch Pétanque genannt, ist Frankreichs Volkssport par excellence! Am Ende des Place des Quinconces befindet sich ausserdem auch das 21 Meter hohe Girondistendenkmal mit seinen zwei opulenten Springbrunnen.

Bordeaux’ It-Getränk Lillet trinkt man übrigens nicht wie in der Schweiz gemischt mit Tonic und viel Eiswürfeln, sondern nur gekühlt und pur! Als Aperitif hat mich auch der Pineau des Charentes (kurz Pineau) überzeugt, welcher aus unfermentiertem Traubenmost gewonnen wird, der in Cognacfässern gelagert wird. Die frische Süsse kombiniert mit der Barriquenote geniesst man am besten an einem der zahlreichen Strassenbistrots, wo man den Nachmittag beim Beobachten der zahlreichen gestylten Passanten verbringen kann. Durch Zufall entdeckten wir die Max Wine Gallery, eine Designer-Weinhandlung für Weinliebhaber.

Dank dem Tipp eines Reiseführers, sind wir in den Genuss eines der weltbesten Restaurants, La Tupina, gekommen. La Tupina (baskisch für Kessel)  wurde 2011 durch die Publikation Herald Tribune als weltbestes Restaurant betitelt und dies zurecht. La Tupina besticht mit einer innovativen, ländlich angehauchten Küche und mit traditionellen Rezepten bis ins 14. Jahrhundert. 

Für ein 3-Gänge-Menü mit einer Flasche Rotwein und Mineral gaben wir insgesamt ca.180 Euro aus. Als Vorspeise gab es Froschschenkel und kalte Tomatencrèmesuppe, gefolgt von einem Entrecôte bleu und Cassoulet, ein traditioneller Eintopf mit Rind, Huhn, Bohnen und Kartoffeln und zur Nachspeise eine Cannelé-Variation mit Zimtglacé und Minze. Die Location ist bodenständig, aber doch sehr piekfein. Die Aussensitzplätze versprühen einen besonderen Charme. Nebst der Aussicht auf die wunderschöne Altstadt an der Rue de Portemonnaie, sieht man ausserdem wie die exklusiven Gäste ihre Jaguars und Ferrarris dem Parkservice übergeben. Wie gesagt, ganz bodenständig ohne Etepetete!

 

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