*respekt

anonymous asked:

Warum denkst du das du kein guter Freund wärst ?

1.) Meine persönlichen Interessen gehen nicht mit denen gleichaltriger bzw. jüngerer Frauen konform.

2.) Ich habe noch einige persönliche Dinge zu erledigen, bevor ich mich willkürlich auf Frauen einlasse.

3.) Ich vertraue auf das “Lieben-Lernen” und will nur eine feste Beziehung im Leben haben, für die ich bereit bin mehr zu investieren als nur ein paar Nächte.

Und weil ich mir dieser Verantwortung bewusst bin, werde ich erstmal keine feste Beziehung wollen und somit auch keine Freundin. Ich hab Zeit, Liebe ist nicht alles im Leben. Man muss sich für so etwas Zeit nehmen. Ich kann nicht verstehen, dass man Beziehungen eingehen kann von “ewiger Liebe faselt” aber man sich nicht mal ein, zwei Jahre kennt. Ich will nur eine Beziehung und wenn ich versage, wird es meine letzte sein. Ich hab Respekt vor der Liebe und werde nicht leichtfertig damit umgehen.

anonymous asked:

Deine Meinung zu Fernbeziehungen?

Suuuuper schwierige und komplizierte Sache, und ich bewundere echt jeden der das durchziehen kann, beziehungsweise der das Glück hat einen Partner zu haben der das genau so will wie derjenige selber. Man braucht einfach wahnsinnig viel Vertrauen und muss da voll und ganz dahinter stehen, und das kann denke ich kaum einer wirklich auf eine richtig weite Distanz und besonders!!! auf lange Dauer hinweg.
(Hi Timo, du und Julia habt meinen vollen Respekt!)

Offener Brief von Arnd Zeigler

Lieber Thomas Hitzlsperger,

wenn ich ehrlich sein darf: Über keine Fußballmeldung habe ich mich in letzter Zeit so sehr gefreut wie über Dein heutiges, sehr privates und eigentlich auch nicht spektakuläres Bekenntnis, Du habest erkannt, dass Du lieber mit Männern als mit Frauen lebst. 

Und mir hat besonders genau diese Formulierung gefallen. “Lieber mit Männern leben” ist schließlich nichts weiter als der Ausdruck des eigentlich ja selbstverständlichen Grundrechts, selbstbestimmt leben zu wollen. Ohne Versteckspiel, ohne Lügen, ohne Verzicht auf das, was jeder Mensch leben können sollte: Ein erfülltes Privatleben mit einem Menschen, den man liebt.

Bislang hatten ähnliche Nachrichten immer noch den piefigen, verstaubten Beiklang: “Endlich hat einer zugegeben, dass er anders ist!” Deine Worte aber klingen nach einer von Dir angestrebten und gelebten, aber noch nicht bis in die (wunderbare) Welt des Fußballs vorgedrungenen Normalität.

Ehe Du mit Deinen Aussagen die heutige Presselandschaft gerockt hast, besaß das Thema Homosexualität im Fußball immer den Beigeschmack einer weit entfernten Randgruppen-Nische: Schwule Fußballer, das waren bislang Beinahe-Ex-Profis, schwedische Zweitligaspieler oder US-Amerikaner; deren Namen wir nie zuvor gehört hatten. Auch deren öffentliche Coming Outs waren mutige, menschlich extrem hoch zu bewertende Aktionen, die weitergeholfen haben. Aber sie haben auch den Eindruck vermittelt, dass es für prominente Fußballer auch im Jahr 2014 noch eine zu große Klippe darstellen dürfte, einen ähnlichen Weg zu wählen. Und dann kommst Du: Ein Ex-Nationalspieler mit über 50 Länderspielen, der beim DFB schon einmal die Kapitänsbinde getragen und als Spieler unseres WM-Aufgebotes am Sommermärchen 2006 mitgewirkt hat. Und der erkannt hat, dass er schwul ist. Und der das offen sagt. 

Wenn ich mir an diesem Tag etwas für Dich wünschen darf, dann das: Mögen meine Kollegen von der Presse ihre Aufgeregtheit etwas im Zaum halten und das Thema Homosexualität ebenso respektvoll behandeln wie Deine Privatsphäre und Dein Leben, das jetzt nach dem Ende Deiner Profikarriere vielleicht erst so richtig neu beginnen wird. 

Eines sollte leider auch klar sein: Auch Deine Offenheit ist nur ein winziger Schritt in Richtung einer längst überfälligen Normalität. Aber von allen winzigen Schritten ist es bisher der Gewaltigste

Danke dafür! 

Dein Arnd Zeigler